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  • DE-86169 Augsburg
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-181709)

Neubau eines Schülerwohnheims für das Bayernkolleg


  • 3. Preis

    Skizze

    Architekten
    Schlude Ströhle Richter Architekten BDA, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    4.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf sieht einen solitären, viergeschossigen Baukörper vor, der städtebaulich die bestehende Konfiguration folgerichtig ergänzt und vorhandene Freiflächen weitgehend ungestaltet lässt. Im Falle der pavillonartigen Erweiterung in gleicher Grundform würde dieses an sich positiv bewertete Grundkonzept allerdings geschwächt. Die räumlich ansprechende Orientierung der Wohngruppen um einen Innenhof findet keine Entsprechung im Umgang mit dem Außenraum. Dieser ist in der Fläche ausgreifend durch Parkierung geprägt, was auch zu einer unklaren Zonierung des Vorplatzes führt. Die Nähe des Neubaus zum südlichen Teil des Bestandes mit der Abgrabung an der Kindertagesstätte führt hier zu räumlichen und Belichtungsproblemen, die dem Maßstab der Anlage nicht angemessen sind. Der Eingangsbereich und die öffentliche Erschließung korrespondiert mit dem vorhandenen Vorplatz vor der Schule im Westen auf selbstverständliche und logische Weise, leidet jedoch unter der Nähe zu den angebotenen Stellplätzen.
    Erfreulich klar gegliedert sind die Grundrisse. Hier ist zusammen mit dem großzügigen Innenhof ein hoher Wohnwert zu erwarten, wenn auch in Konsequenz der Geometrie die Belichtungsqualitäten und Orientierungen der einzelnen Zimmer unterschiedlich ausfallen müssen. Sorgfältig ausgewogen und gestaltet sind die Aufenthaltsbereiche im Erdgeschoß und den Wohngruppen. Brandschutztechnisch wäre mindestens ein abgeschlossenes Treppenhaus notwendig.
    Der Zuschnitt der Schülerzimmer ist gut proportioniert, sinnvoll möbliert und ausreichend belichtet.
    In wirtschaftlicher Hinsicht weist die kompakte Anlage günstige Werte auf.

    Der Entwurf liegt hinsichtlich des Heizenergiebedarfs im Durchschnitt aller Arbeiten. Der sommerliche Wärmeschutz ist vor allem aufgrund des hohen Fensterflächenanteils (Innenhof) kritisch zu beurteilen.
    Das Technikkonzept ist plausibel und integriert erneuerbare Energien in Form einer PV-Anlage.