loading
  • CH-4310 Rheinfelden
  • 02/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175356)

Rheinsteg


  • Teilnahme

    kein Bild vorhanden
    Anzeige


    Landschaftsarchitekten
    Giorgio Aeberli, Gordola (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: ingegneri pedrazzini guidotti sagl, lugano (CH)
    Architekten: Baserga Mozzetti architetti, Muralto (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Statisch-konstruktiv handelt es sich bei dem Brückenbauwerk in Stahlbauweise um einen einfachen Einfeldträger mit maximaler Konstruktionshöhe in Brückenmitte. Die von den Entwurfsverfassern als kompromisslos bezeichnete Konstruktion wirkt insbesondere aus der Nähe – dies noch verstärkt durch die dunkle Farbgebung – schwer und wenig elegant; sie nutzt nicht das Potential anspruchsvollerer Tragsysteme. Die kaum noch dem menschlichen Massstab entsprechende, infolge des gewählten statischen Systems aber erforderliche grosse Überbauhöhe in Brückenmitte, die grossen und langen Steigungen sowie der Knick in Brückenmitte werden kritisch gesehen. Der Durcharbeitungsgrad ist insgesamt verbesserungsfähig.

    Insgesamt liegt ein radikaler Entwurfsbeitrag vor, gründend auf einer Kette von radikalen Entscheidungen. Die Verfasser vergleichen ihren Ansatz mit dem bekannten „Raumkonzept“ von Fontana: Ein wegen seiner Zeichenhaftigkeit ansprechender Vergleich. Das Projekt geht in verblüffender Einfachheit von einem über den Rhein gelegten Träger aus, der sich manifestiert über eine respektable Verdickung über der Flussmitte, und schlussendlich aufs Letzte ausgereizt in fast „zerbrechlich“ wirkende Auflager an den beiden Ufern mündet. Konzeptionell der kleinstmögliche Eingriff. Eine poetische Interpretation der Situation, die ebenfalls postuliert, dass der Brückenschlag auch ohne asymmetrische Reaktion seine sehr berechtigte Bedeutung haben kann. Spannend sicher der Dialog zwischen diesem Artefakt und der „naturnahen“ Flusslandschaft, diesem scharfgeschnittenen Körper vor der Kulisse von Rheinfelden wie aber auch die Verwandtschaft mit nahen Industrie- und Flussbauten. Leider entspricht auch die Darstellung der landschaftlichen Einbindung dem minimalistischen Ansatz. Ohne Interpretationen ist Vieles nicht begreifbar. Dieser Beitrag wird in der Jury kontrovers diskutiert

    Die Brückenmitte liegt 6,6 m höher als die beiden Brückenköpfe. Dies ergibt zu beiden Seiten eine Neigung von 6%, was hinsichtlich der Begehbarkeit und Befahrbarkeit sehr unkomfortabel ist. Die Geschwindigkeit der abwärts fahrenden Räder stellt an
    den Querungen mit dem Fusswegenetz an den Brückenköpfen ein Problem dar. Auf der deutschen Seite wird zwar ein neuer Fussweg vorgesehen, dieser ist aber nicht an die Brücke angebunden. Auf Schweizer Seite sind die Übergänge zum Wegenetz nicht bearbeitet. Die Radwegführung zur Unteren Kanalstraße wird auf dem heutigen Stand belassen, so dass sich Umwege für den Radverkehr ergeben.


INFO-BOX

Angelegt am 16.03.2015, 11:38
Zuletzt aktualisiert 20.03.2015, 14:40
Beitrags-ID 4-100436
Seitenaufrufe 30

Anzeige





Anzeige