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  • CH-4310 Rheinfelden
  • 02/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175356)

Rheinsteg


  • Teilnahme

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    schlaich bergermann partner - sbp gmbh, Berlin (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich (CH), London (GB), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Brückenschlag geschieht mit einem grossen Bogen: Grundsätzlich wird der gewählte Ansatz als mögliche Lösung für die neue Fuss- und Radwegbrücke angesehen. Das Tragwerkskonzept der Bogenbrücke mit abgehängter Fahrbahn ist klassisch und der Situation im Prinzip angemessen, jedoch wird die Sinnhaftigkeit des einseitigen Durchstossens von Bogen und Überbau in Frage gestellt. Die damit verbundene Teilung des Überbaus wird verkehrsplanerisch kritisch gesehen. Die Verschmelzung der beiden Einzelbögen im Durchstossbereich ist gestalterisch gut gelöst. Der Detaillierungsgrad ist professionell, dies gilt auch für die Darstellung des Montagekonzepts. Die konstruktive Verwandtschaft mit einer flussabwärts gelegenen Brücke wird jedoch mehrheitlich kritisiert.

    Bemerkenswert ist die leichte, auf die landschaftliche Situation reagierende Asymmetrie des Beitrags. Eher skeptisch wird aber die Setzung eines so starken Zeichens als Antwort auf Ort und Funktion diskutiert. Zumal dieses Zeichen als auswechselbar empfunden wird und zu wenig die Einmaligkeit des Ortes thematisiert. Bei diesem Projekt steht insgesamt zu sehr die Skulpturalität des Bauwerks im Vordergrund, womit schlussendlich andere Aspekte der Einfügung und landschaftsräumlichen Platzierung zu kurz kommen.

    Die Teilung des Brückensteges auf deutscher Seite ist hinsichtlich der Grundidee interessant. Die beabsichtigte Aufteilung in einen Fuss- und Radwegteil ist allerdings nicht zielführend und auch nicht praktikabel. Durch die Aufsplittung ergeben sich mit 2,75 m zu schmal bemessene Wegteile. Die Trennung in Fuss- und Radverkehr ist nicht erwünscht und wird sich in dieser Form auch nicht durchsetzen lassen. Konflikte zwischen Fuss- und Radverkehr sind infolge der geringen Breite in diesem Abschnitt vorhersehbar. Dies trifft auch auf den vorgesehenen Aufenthaltsbereich an der Weggabelung zu. Die Aufweitung des Brückenquerschnitts am Brückenkopf auf Schweizer Seite ist sinnvoll. Auf deutscher Seite wird eine neue, direkte Wegeverbindung zur Unteren Kanalstraße angeboten. Diese weist wechselnde Querschnittsbreiten auf, welche in weiten Teilen für eine gemeinsame Nutzung durch Fussund Radverkehr nicht ausreichen.


INFO-BOX

Angelegt am 16.03.2015, 11:42
Zuletzt aktualisiert 18.03.2015, 11:44
Beitrags-ID 4-100442
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