• DE-85072 Eichstätt
  • 01/2007
  • Ergebnis
  • (ID 6002)

Neubau Freischwimmbad

Begrenzt offener, einstufiger Realisierungswettbewerb
  • Ankauf

    Lageplan

    Architekten
    Alten Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl. Ing. Dirk Alten, Architekt Mitarbeit Dipl. Ing. Sabine Rückert

    In Zusammenarbeit mit::
    Landschaftsarchitekten: Harms Wulf Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die geplanten Gebäude mit Satteldächern sind in ihrer Kubatur
    zurückhaltend und orientieren sich in der Form an der angrenzenden
    historischen Bebauung in der Westenstraße. Die Entwurfsidee
    knüpft an den Typus des bis 1970 bestehenden Inselbades
    an.

    Der in Ost-West-Richtung angeordnete lineare Baukörper schließt unmittelbar an die Bade-platte
    an und trennt die Bewegungsfläche der Besucher im Süden und die Versorgungszufahrt im Norden.
    Die Erschließung von Osten ist durchweg problematisch.
    Die Gestaltung ist durch den Einsatz natürlicher Materialien wie Holz und Naturstein dem naturnahen
    Charakter des Bades angemessen.
    Die Anordnung von Kinderbecken und Kiosk ist zu weit vom Eingangsbereich entfernt. Die Anordnung
    der Tribünenplätze auf niedrigen Sitzgelegenheiten dreiseitig des Wettkampf-beckens ist positiv
    zu bewerten. Das Erlebnisbecken vermittelt nur ungenügend zwischen der strengen Gestaltung
    des Wettkampfbeckens und dem organisch gestalteten Beckenrand des Bades. Der Übergang der
    Badeplatte zu der niedriger gelegenen Liegewiese im Bereich des Erlebnisbeckens und des Kinderbeckens
    als Mauer ist nicht überzeugend. Der Baumbestand wird im Wesentlichen erhalten. Die
    Liegewiese ist ausreichend groß und differenziert.
    Das Umkleidegebäude ragt im Bereich des jetzigen Wettkampfbeckens geringfügig in das Abflussgebiet
    hinein, verschlechtert die wasserwirtschaftliche Situation jedoch nicht. Planungs- und baurechtliche
    Anforderungen werden erfüllt.

    Das Raumprogramm ist weitgehend erfüllt, die Technikräume sind jedoch zu klein. Die Trafostation
    im ersten Obergeschoss ist funktionell von Nachteil. Der Zugang zur Badeplatte ist vom
    zentralen Eingangsbereich und der Rampe im Nord-Osten ohne Durchschreitebecken möglich. Es
    gibt wenig detaillierte Aussagen über Attraktionen im Erlebnisbecken. Zentraler Zugang und Badeplatte
    sind durch die Umkleiden nicht klar getrennt. Das Sonnendeck und die Aufsichts-kanzel am
    westlichen Ende des Umkleidegebäudes bieten gute Übersicht und Aufenthalts-qualität.
    Durch die zurückhaltende Gestaltung, einfache Konstruktionen und den geringen Stützweiten bei
    den Gebäuden ist der Entwurf wirtschaftlich. Die Höhenlage des Sprungbeckens im Grundwasserbereich
    erfordert jedoch einen hohen konstruktiven Aufwand.
    Stellungnahme Landesamt für Denkmalpflege:
    Dieser Entwurf erinnert bezüglich seiner Baukörperform an historische Gebäude des 19. Jahrhunderts
    (Schranne, Bahnhof, Freibad etc.), insofern denkmalpflegerisch eher unproblematisch.
    Wichtig wäre die Verwendung natürlicher Fassaden- und Dachmaterialien, die eher dunkel gehalten
    und nicht spiegelnd ausgeführt werden sollten. Dieser Entwurf ist trotz seiner linearen Baukörperform
    denkmalverträglich.