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  • DE-81925 München
  • 04/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-182714)

Neubau von Wohnanlagen im Prinz-Eugen-Park


  • 1. Preis LOS 2


    Architekten
    Fink+Jocher, Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE)
    Modellbauer: Peter Corbishley Modellbau, München (DE)

    Preisgeld
    35.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Verfasserteam setzt an den beiden Perimetern in ihrer Haltung ähnliche und doch für den Ort differenzierte Baukörper. Die städtischen Häuser wirken sehr gekonnt gegliedert und in ihrer Erscheinung stimmig. Mit wenigen tektonischen Mitteln des Fügens wird bei den Fassaden den bestimmenden Eindruck einer sehr städtischen Architektur erzielt.
    WA 7: Die Verteilung der geforderten Nutzungen erscheint sinnvoll in den Entwurf integriert. Die Eingänge zum Wohnen und zu den Sonderwohnformen werden präzise in den Stadtraum gesetzt. Das Haus zeigt sich dabei qualitätsvoll zum neuen Quartiersplatz, wobei die entstehende Axialität zum Stadtplatz hin zu prüfen wäre. Eine stärkere Differenzierung der Befensterung zum Platz im EG und 1. OG erscheint notwendig. Die als Mehrspänner organisierten Wohnungen harmonieren dabei sehr selbstverständlich mit der Ordnung der Fassaden. Das Haus für Kinder weist mehrere Probleme im Betriebsablauf auf, die aber bei einer Überarbeitung behoben werden können. Die Feuerwehrzufahrt in der Außenspielfläche sollte vermieden werden.
    WA 11: Die straßenbegleitende Fassade überzeugt in Ihrer Rhythmik und Ordnung. Vorspringende Gebäudeteile gliedern das Volumen und leiten gekonnt in den gut gestalteten Hochpunkt an der südwestlichen Ecke über. Die Ausformulierung der Nordwestlichen Ecke des Gebäudes, zeigt ein hohes Maß an stadträumlichem Verständnis. Die formale Lösung im Bereich des DG an dieser Stelle kann jedoch nicht überzeugen.
    Sehr selbstverständlich gruppieren sich die Wohnungen als zum Teil durchgesteckte Mehrspänner um die Treppenhäuser. Der geforderte Schallschutz für die zu Cosimastraße
    orientierten Räume wird durch einfach verglaste Schallschutz Loggien ermöglicht. Im Schaubild der Fassade ist diese Lösung allerdings nicht zu erkennen. Eine gestalterisch der Gesamtqualität entsprechende Lösung wäre wichtig.
    Der Wohnungsmix sowie die förderfähigen Wohnungsgrößen sind weitgehend eingehalten.
    Die Wohnungen versprechen die gewünschte Barrierefreiheit.
    Die Materialien der Fassaden versprechen ein hohes Maß an Wertigkeit und niedrigem Pflegeaufwand.
    Die gewählten Erschließungstypologien ermöglichen, bei gleichzeitig gut gestalteten Eingängen, eine Gesamtlösung im oberen wirtschaftlichen Bereich.
    Die geschwungene Linienführung im Freiraum steht im deutlichen Kontrast zur Stringenz der Architektur der Gebäude. Die Freiräume als Großform: organisch geschwungene Wege, eingebettet in eine „Wiesenlandschaft“ charakterisieren den gesamten Freiraum.
    Die intarsienartig eingelegten Ausstattungsgegenstände wirken additiv. Durch die eingetieften Wege und die Umgrenzung der erhabenen Freiflächen mit Hecken werden diese offenen Rasenflächen schwer zugänglich.

    Große Wohnungen an den lärmbeaufschlagten Fassaden sind schalltechnisch günstig durchgesteckt. Kleine Wohnungen sind im Sinne der Aufgabe nahezu durchgängig von der lärmbelasteten Fassade abgewandt. Im Bereich des Knickpunktes, an dem aufgrund der Straßenkreuzung die höchste Lärmbeaufschlagung auftritt, befinden sich jedoch Wohnungen die ausschließlich zur Straße ausgerichtet sind. Es werden Kastenfenster vorgesehen, die jedoch in dem Beitrag nicht ausreichend dargestellt werden. Die entsprechende Weiterentwicklung sollte keinen Einfluss auf die optische Anmutung nehmen.

    Die Arbeit weist ein gutes bis sehr gutes A/V-Verhältnis und eine gute bis sehr gute Flächenwirtschaftlichkeit auf. Als Fassade wurde ein monolithisches Mauerwerk mit aufwendiger, unterschiedlich strukturierter und abgesetzter Putzfläche gewählt. Gerade das zeichnet aber die gestalterische Erscheinung des vorliegenden Entwurfes aus und ist deshalb richtig eingesetzt und vertretbar. Wertigkeit in wirtschaftlicher Sicht ist in der baukonstruktiven und technischen Ausführung bereits erkennbar.


INFO-BOX

Angelegt am 28.04.2015, 10:28
Zuletzt aktualisiert 29.04.2015, 09:43
Beitrags-ID 4-102213
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