• DE-15230 Frankfurt/Oder
  • 09/2006
  • Ergebnis
  • (ID 6423)

Wettbewerb "Universitätsplatz Viadrina"

Beschränkter Ideen- und Realisierungswettbewerb (Bewerbungsverfahren)
  • Ankauf

    Lageplan

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    Architekten
    GAP Gesellschaft für Architektur & Projektmanagement mbH, Berlin (DE)

    Mitarbeit
    Verfasser: Thomas Winkelbauer Mitarbeiterin: Manuela Ahrens

    In Zusammenarbeit mit::
    Landschaftsarchitekten: Schirmer - Partner Landschaftsarchitekten BDLA, Berlin (DE), Bernau (DE)

    Erläuterungstext
    Der neugestaltete Campus der Viadrina ist repräsentativer Mittelpunkt und zentraler Identifikationsort der Universität.

    Der Campus wird neu belebt und in zeitgemäßer Gestaltung den aktuellen Nutzungsanforderungen gerecht. Die weit und großzügig interpretierte Platzfläche bringt in schlichter Eleganz die vorhandenen Gebäude der Universität wirkungsvoll zur Geltung. Durch hochwertige Materialien und durch gezielt eingesetzte Einzelobjekte werden Aufenthaltsbereiche akzentuiert und vielfältige, lebendige Nutzungen initiiert.

    Abends, wenn die umgebenden Fassaden im Dunkel versinken, wird der Platz und das Auditorium Maximum durch eine außergewöhnlich inszenierte Beleuchtung akzentuiert.

    Raumbildung/ Bereiche
    Der Campus gliedert sich in vier Bereiche, die funktional verschiedene Aufgaben erfüllen und durch unterschiedliche Höhen die jeweiligen Räume definieren.

    Die Spiel- und Liegewiese ist leicht abgesenkt und bietet den Studenten die Möglichkeit der aktiven Entspannung.

    Der helle, offene Platzbereich vor dem Auditorium Maximum bildet das Forum. Die zentrale Platzfläche, die allen Nutzungen offen steht bietet Platz zum Flanieren und Raum für studentische Veranstaltungen.

    Als Gegenpol zum offenen Forum bildet der lockere Baumhain über den Gärten und der Piazza einen schattigeren Bereich. Er gibt dem Campus einen klaren räumlichen Abschluß nach Süden.

    Die Gärten bilden separate intime Räume in der abgesengten Tennenfläche und bieten Rückzugsmöglichkeiten zum Lesen, Studieren und Entspannen.

    Einzelbäume und Baumfeld
    Das Baumfeld auf der Piazza und über den Gärten bildet einen transparenten Rahmen und ein Dach über der südlichen Platzhälfte. Die vorhandenen Bäume werden aus Gold-Gleditschien ergänzt. Die Kronen sind dabei hoch aufgeastet, damit das lichte Blätterdach nicht die Sicht auf die den Platz umgebenden Gebäude verdeckt.

    Die Baumstellung auf dem Campus nimmt das Raster der bestehenden Bäume auf und akzentuiert die einzelnen Platzbereiche. Die zentrale Achse bleibt weitgehend ohne Bäume, um seine Großzügigkeit nicht zu stören.

    Eine mächtige Roteiche, zügig empor wachsend und mit schöner Herbstfärbung akzentuiert die Rasenfläche.

    Einzelobjekte
    Sorgfältig gestaltete oder ausgewählte Einzelobjekte und Kunstwerke unterstreichen den Charakter des Campus. Die Anordnung von Bänken, Fahrradständern, Leuchten und anderen Ausstattungselementen setzt Schwerpunkte in bestimmten Bereichen des Platzes und ordnet diesen unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten zu.

    Die Stege, die die Tennenfläche queren, werden mit Lichtbändern akzentuiert. Die inneliegenden Gärten werden künstlerisch gestaltet und laden zum Verweilen ein.

    Neubau
    Das Gebäude ist so positioniert, dass die Wegebeziehungen beidseitig des Sportfeldes unterstützt werden. Ein großes Fenster inszeniert den Blick auf die Marienkirche. Die Höhenentwicklung des Neubaus orientiert sich an der Nachbarbebauung und schließt direkt an das Wohngebäude an, um zur Kirche hin eine klar definierte Platzwand zu formulieren.

    Die Gestaltung des Gebäudes basiert auf der historischen Parzellierung. Die Fassaden sind geschossweise gegliedert. Mit seiner vorspringenden Erdgeschoss-Arkade übernimmt der Neubau die Sockelhöhe des historischen Hauptgebäudes der Viadrina.

    In Anlehnung an die übrigen, den Campus begleitenden Gebäude werden als Materialien Ziegel und Putz verwendet. Der Arkadengang und der Durchgang zu Kirchplatz erhalten hierbei eine Ziegelfassade, die übrigen Flächen Putzoberfläche mit eingesetzten Holzfenstern.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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