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  • DE-09669 Frankenberg/Sa.
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-240686)

„Zeit-Werk-Stadt“ - Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte


  • Engere Wahl

    Perspektive aussen, © wulf architekten

    Architekten
    wulf architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Formalleistungen sind im Wesentlichen erfüllt.

    Gestaltung/ Funktion/ Nutzung
    Das Konzept zeichnet sich durch eine besondere Fassadengestaltung und eine räumlich interessante Interpretation der Rampenkonstruktion aus. Der Entwurf erhält die Kubatur der Stahlhalle und umhüllt sie mit einer textil anmutenden Fassade. Die Deckenfelder sowie die Stützen im Bereich der großflächigen Rampe werden entfernt. Insgesamt ist der Eingriff in die Substanz vertretbar. Die Fassade zitiert die Industriegeschichte des Ortes, sie spannt einen Bogen zur Textilindustrie der Gegend. Das Materialhafte der Fassade wird positiv beurteilt. Die Kubatur der gänzlich im oberen Bereich umhüllten Halle erscheint jedoch sehr mächtig, insbesondere auch durch die Erhöhung der Fassade bis zur OK First. Das Gebäude hat eine solitäre Außenwirkung. Zur umgebenden Landschaft nimmt das Gebäude keine einladende Haltung auf. Das verglaste Erdgeschoss verfolgt das Ziel, den Kubus zum Schweben zu bringen. Das äußere Erscheinungsbild überzeugt durch die mächtige Wirkung der Kubatur trotz der interessanten Fassadenoberfläche nicht.

    Die Einbindung in die Landschaft und die Sichtbeziehungen werden durch Profilglasflächen im Erdgeschoss gestärkt. Der Innen-Außen-Bezug im Erdgeschoss ist im Ansatz erfüllt.
    Grundsätzlich hat die Arbeit einen introvertierten Charakter, der durch die Fokussierung auf die innere Ausstellungslandschaft und auf eine besondere, durch Punktraster erzeugte Beleuchtung lebt. Dieser sehr eindrückliche Innenraum überzeugt, widerspricht aber in gewisser Weise der gewünschten Flexibilität und der Einrichtung von Ausstellungseinheiten mit Werkstattcharakter. Die Nutzung der Erdgeschossfläche mit der raumwirksamen Rampe wird für die Zwischennutzung während der Landesgartenschau als schwierig gewertet.