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  • DE-85540 Haar
  • 02/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-239367)

Ausbau des Schulstandorts am Jagdfeld


  • Anerkennung

    Ausbau des Schulstandorts am Jagdfeld - Lageplan - dasch zürn architekten, © dasch zürn architekten

    Architekten
    dasch zürn architekten BDA, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Reinboth Landschaftsarchitekten, Esslingen (DE)

    Preisgeld
    11.500 EUR

    Erläuterungstext
    Die vorhandene orthogonale Baustruktur wird aufgenommen und mit einem dreigeschossigen kammartigen Erweiterungsbau ergänzt.

    Die Klassen- und Aufenthaltsräume der Schule orientieren sich bewusst nicht zur neungeschossigen Wohnbebauung im Süden, sondern nach Osten und Westen zu den durchgrünten und ruhigen Freiräumen.

    Der Hauptzugang erfolgt vom Vorplatz aus in die in Längsrichtung verlaufende „Magistrale“, an die alle Nutzungsbereiche angegliedert sind. Die Verbindung zum Bestandsgebäude erfolgt über einen Steg im Obergeschoss.
    Neben den internen Verbindungen gibt es separate Eingänge in die Bücherei und die Sporthalle, die externe Nutzungen auch außerhalb der Schulöffnungszeiten ermöglichen.
    Die eingeschossige Tiefgarage dient auch der Ver- und Entsorgung des Gebäudes und der Befahrbarkeit der abgesenkten Sporthalle mit Gabelstapler und Hubsteiger.

    Im Erdgeschoss befinden sich Mehrzweckraum mit Bücherei und Verwaltung, Mensa mit Küche und die Zuschauergalerie der Sporthalle. Die beiden Obergeschosse nehmen die 4 Klassencluster auf.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf setzt einen eigenständigen Baukörper vor den Bestand. Drei Einzelkuben sind über einen langen Erschließungsgang miteinander verbunden.

    Die erdgeschossige Gliederung des Neubaus in einen Kubus mit Foyer, Mehrzweckraum und Verwaltung, einen Kubus mit der Mensa und einen Kubus mit der Sporthalle ist funktional gut gelöst. Die darüber liegenden Lernhäuser bieten eine hohe Qualität. Der westliche Block sitzt jedoch direkt vor dem Eingang zum Bestandsgebäude.

    Die zusammenhängende, nördliche des Neubaus gelegene Pausenhoffläche, ist sehr beschränkt. Die vorgeschlagene Gestaltung bietet vielfältige Spielmöglichkeiten. Die zwischen den Kuben situierten Höfe lassen eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten, sind jedoch während der Pause kaum nutzbar, da sie eine eigene Aufsicht bräuchten.

    Die Sporthalle kann oberirdisch über die Magistrale und über die Tiefgarage gut separat erschlossen werden. Die Tiefgarage ist funktional organisiert. Die Mensa kann nur über die Tiefgarage angeliefert werden.

    Die geforderten Sportflächen können großzügig nachgewiesen werden. Der öffentliche Fußweg im Süden wird durchgängig gewährleistet.

    Insgesamt zeigt der Entwurf hohe Qualitäten in der Umsetzung des Lernhauskonzeptes sowie der inneren Organisation im Erdgeschoß. Die verbleibende nutzbare Pausenhoffläche ist aber zu klein. Die Lage des Neubaus verstellt den Eingang des Bestandsgebäudes und wird daher sehr kritisch gesehen.