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  • DE-72488 Sigmaringen
  • 12/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9390)

"Haus des Landkreises"


  • 4. Preis

    Modell

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    Architekten
    A|F|P Arnold, Fischer + Partner , Stuttgart (DE)

    Mitarbeit
    Uwe Arnold Hilmar Fischer Mitarbeiter: Adrian Titze Julia Mense

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Reinboth Landschaftsarchitekten, Esslingen (DE)

    Erläuterungstext
    SITUATION
    Das Gelände des Landratsamtes in Sigmaringen befindet sich an einer markanten Stelle in direkter Nachbarschaft zur historischen Altstadt:

    In weitem Bogen steigt das Gelände von der Donau um den Mühlberg bis zur Nordstadt stark an. Grüne „Finger“ greifen vom Mühlberg auf das Gelände des Landratsamtes. Die Hohenzollernstraße führt in weitem Bogen um den nördlichen Rand des Grundstückes.

    Das ehemalige Krankenhausgebäude mit dem historischen Vorgartenanlage und seiner Symmetrieachse bildet den westlichen Abschluss des Geländes.


    STÄDTEBAU
    Ein kompakter, drei- bis viergeschossiger Stadtbaustein ergänzt die prägnanten Altbauten an ihrer offenen, nördlichen Flanke und formuliert den Schwerpunkt der Gesamtanlage neu. Eine neue Fußwegverbindung vom Fuße des Mühlbergs zur Hohenzollernstraße bindet als neue Magistrale das Landratsamt an die Innenstadt an. Ein zweiter Bauabschnitt schließt als stadträumlicher Hochpunkt die Gesamtanlage ab. Die Kfz-Zulassungsstelle und die bestehenden Garagen bilden mit den neuen Dienstgaragen, Werkstatt und der Hausmeisterwohnung den „Werkbereich“ des Areals.

    Alle Fuß- und Fahrerschließungen führen auf kürzestem Wege von der Hohenzollernstraße ins Gelände. Die Konzentration der Gebäude auf den nördlichen Grundstücksrand ermöglicht einen neuen, durchgängigen Landschaftsraum am Fuße des Mühlbergs.


    ORGANISATION
    Das neue „Haus des Landkreises“ mit seiner zentralen Eingangshalle nimmt alle
    publikumsintensiven Abteilungen auf. Sie liegt im Schwerpunkt der Gesamtanlage. Großzügige Blickbeziehungen aus der Eingangsebene zu den historischen Gebäuden erleichtern die Orientierung. Eine Ausstellungsfläche auf Ebene 0 bietet Raum für Präsentationen des Landkreises.

    Die Ebenen +1 und +2 schließen über eine gedeckte, verglaste Stegverbindung an die Erschließung des historischen Gebäudes an.


    GESTALT, ÖKOLOGIE, ENERGIE
    Geschosshohe Glasfassaden mit sichtbaren Deckenzonen betonen die horizontale Schichtung des Gebäudes und stehen in deutlichem Kontrast zur Masse des historischen Krankenhauses.

    Das neue Haus des Landkreises trägt mit seinem kompakten Volumen zu einem geringen Flächen- und Energieverbrauch bei.
    Glasüberdachte Innenhöfe mit innenliegenden Sonnensegeln dienen als Klimazone mit Frischluftzufuhr zu den Büroräumen. Frischluft aus dem Innenhof gelangt über Bodenkanäle und Auslassöffnungen im Fußboden in die Büroräume.

    Die Rückführung erfolgt über die Flurzonen in das Kreislaufverbundsystem, während die Abluft über Wärmetauscher nach außen geführt wird. Die Frischluftzufuhr in die Innenhöfe erfolgt über Erdkanäle mit zusätzlicher Erwärmung der Luft im Winter.

    Fotovoltaikelemente auf den Dachflächen tragen zu einem Energiebilanzausgleich bei.

    Fertigteildecken mit vorgefertigten Betonkernaktivierungen und einer geringen Dicke der unteren Tragschicht von 10 cm führen zu einem schnellen Ansprechen der Kühl- bzw. Heizwirkung.

    Ein feingliedriges Fassadenraster von 1,35 m erlaubt die Ausbildung von Zellenbüros mit guten Raumproportionen für 2-, 3- und 4- Achsenbüros.

    Die beiden neuen Bauabschnitte I und II können ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs im Altbau realisiert werden.

    Altbau:
    Die nachträglich erstellte Verbindung des Hauptgebäudes mit der ehemaligen Wäscherei wird zugunsten der historischen Silhouette der Wäscherei aufgegeben.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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