Perspektive
Landschaftsarchitekten
Mitarbeit
Katja Schilder
Erläuterungstext
Auszug:
Das Besondere an dem Konzept für die Gedenkstätte Esterwegen
(KZ, Strafgefangenenlager), ist der Umgang mit den bestehenden sehr dichten Abpflanzungen der Bundeswehr aus den 60-ern, auf den Standorten der nach dem Krieg abgetragenen Lagerbaracken.
Die Amerikanischen Roteichen werden so gefällt, daß Baumpakete auf den jeweiligen Barackenstandorten erhalten bleiben.
Es entsteht ein \"aufgeladenes\" Bild, in scharfem Kontrast zur Monotonie der Reihung und Kargheit der moorartigen mit dunkelbraunem Schotter überschütteten Fläche des Lagerteiles der Strafgefangenen.
Der Wachmanschaftsbereich bleibt so gut wie unbehandelt.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Arbeit ist die neue Bezugsachse
in das Moor und die daraus abgeleitete Erschließung des Lagers zwischen den vorhandenen Hallen der Bundeswehr, in denen das Dokumentationszentrum entstehen soll.
Die ehemalige Lagerstraße als Rückgrat der Anlage und Ort der Drangsalierungen wird auf den historischen Schottergrund zurückgebaut.
Die Barackenstandorte werden reliefartig vertieft als \"Zeitfenster\" bzw. \"Fußabdrücke\" ausgebildet.
Die wesentlichen Elemente wie Wachtürme, Tore, Mauern werden als Stahlscheiben scherenschnittartig interpretiert.
Beurteilung durch das Preisgericht
Liegt nicht vor.