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  • DE-88662 Überlingen
  • 10/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12766)

"Stadteingang West"


  • 3. Preis

    Lageplan M 1:1000/Perspektiven

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    Landschaftsarchitekten
    Landschaftsarchitekturbüro Martin Lohde, Fürstenfeldbruck (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: zam - zurmöhle architekten münchen, München (DE)
    Stadtplaner: Martin Würl, München (DE)

    Erläuterungstext
    Konzept
    Städtebauliche und freiraumplanerische Struktur
    Das Wettbewerbsgebiet wird als Schnittstelle zweier unterschiedlich geprägter Bereiche gelesen, dessen Grenze durch das Wellness-Hotel als neuer Stadteingang markiert werden soll.
    Hier „endet“ von Osten gesehen mit dem neuen Promenadenpark die rationale Struktur, die durch den Einfluss der Stadt generiert ist und beginnt die landschaftlichere Ausformung entlang des Sees in Richtung Nord-Westen mit dem Camping unter Baumdächern. Die Schwelle wird durch die bestehende Platanenallee gebildet, die gleichzeitig zur großzügigen Zufahrt zum Hotel und dem Promenadenpark genutzt wird.
    Alle vorgeschlagenen Maßnahmen folgen dieser Strukturthese hinsichtlich Form, Charakter und Gestaltung:

    Campingplatz
    Am Ufer im Bereich des Campingplatzes wird ein Promenadenweg eingeführt, der die Promenade hier als öffentliche Durchwegung fortsetzt. Auch der Spielplatz ist zukünftig von der Öffentlichkeit nutzbar. Die verbleibende Campingfläche wird neu zoniert und organisert. Es wird vorgeschlagen, den Campingplatz auch im Hinblick auf eine verbesserte Seeansicht stärker zu begrünen. Dem Bereich vorgelagert soll das Ufer renaturiert werden. Diese Zone könnte über Stege und einfache Wege in den Schilfzonen auch bedingt betretbar sein.

    Promenadenpark
    Der Promenadenpark ist eine großzügige Anlage vorwiegend aus Rasenflächen, deren Segmente mit unterschiedlichen Intensitäten und Aktivitäten genutzt werden kann. Entlang der alten Uferzone läuft der „schnelle“ Weg von A nach B, meandrierende Wege in die Tiefe durch den Park laden zum Verweilen und Spazieren ein und gliedern die Flächen. Diese leicht „splitternden“ Flächen sind formal beeinflusst durch die Landschaftlichkeit des Sees und erinnern an die Kräfte der eiszeitlichen Überformung mit seezugewandter leicht gewellter Topografie. Auch die Uferrenaturierung in diesem Bereich folgt dieser Ausformung. Ziel ist eine spielerische Höhenüberwindung und anschließend eine direkte Erlebbarkeit und Zugänglichkeit der Seeflächen, soweit die unterschiedlichen Wasserstände dies zulassen. Der wertvolle Baumbestand kann in das Projekt erhalten und einbezogen werden.

    Hotel
    Das Hotel besteht aus einem fünfgeschossigen Bettenhaus und einer zweigeschossigen Lobby mit integriertem Tagungsbereich. Die Wellnesseinrichtungen befinden sich auf dem Dach mit weitem Blick über den See.
    Zusammen mit der etwa gleichhohen Hangkante, die wie ein Prospekt für das neue Hotel wirkt, markiert das Haus den neuen Stadteingang. Das Hotel kragt mit den Bettengeschossen über den Promenadenweg. Es wird vorgeschlagen, die trennende Wirkung der Hotelfassaden im EG so weit wie möglich aufzuheben und den Boden des Parks unter dem Hotel „hindurchzuführen“. Auch die Freibereiche des Hotels (Terrasse, etc.) sind Teil des Parks ohne Abgrenzungen.

    Parkierungsbauwerk
    Vorgeschlagen wird eine zweigeschossige Parkgarage mit ca. 270 STP, die „im“ Promenadenpark steht und ca. zwei Meter in seinen Boden eingegraben ist (Belüftung). Ihre Ausdehnung entspricht der Länge der bestehenden Uferbebauung. Die Parkgarage bildet den Sockel für eine zweigeschossige Wohnbebauung (Generationenwohnen, betreutes Wohnen, etc.) mit privaten Gärten und Gemeinschaftseinrichtungen auf dem Garagendach. Und in diesem Bereich ist auch die Nutzung des Parks intensiver (Spielplatz, Schach, Tischtennis, etc.).

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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