• DE-90419 Nürnberg
  • 03/2009
  • Ergebnis
  • (ID 14133)

"Westbad" - Neukonzeption des bestehenden Freibades

Beschränkter Wettbewerb
  • Ankauf

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Susanne Schmidt-Hergarten, Landschaftsarchitektin, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Friederike Minaty

    In Zusammenarbeit mit::
    Architekten: Reinhard Kühn, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Verkehr- und Bebauung:


    Veränderte Lage der Badeplatte mit mehreren Vorteilen

    Neuer Freibadzugang mit kompakter Anlage aller Baulichkeiten
    und befestigten Flächen im östlichen Grundstücksbereich

    Erschließung des Freibades direkt über die Brückenstraße und
    die vordere Wiesentalstraße: Bessere Erreichbarkeit für Individual-
    verkehr und ÖPNV

    Dadurch deutlich geringere Verkehrsbelastung im angrenzenden
    Wohngebiet: Weniger Lärm, mehr Wohnqualität!

    Abrundung der südlichen Bebauung an der Wiesentalstraße durch
    die neue Jugendsporteinrichtung mit zuschaltbarem Freibereich

    Öffnen der Sichtbeziehung von der Wiesentalstraße auf die Talaue der Pegnitz

    Freibadbetrieb kann während der Bauzeit aufrechterhalten werden



    Freianlage:


    Westbad Nürnberg - das Bad in der Pegnitzaue

    Die Auelandschaft wird durch Schilf- und Kiesflächen entlang
    des zentralen Weges im Freibadgelände spürbar gemacht

    Dadurch spielerisches Moment der freien Formen im Kontrast
    zur Geometrie der Sportbecken und Gebäudekanten

    Band der Aktivitäten im Süden des Freibadgeländes mit maximalem
    Abstand der „Lärmquellen“ zur Wohnbebauung in Abfolge nach Altersgruppen

    Rutschenturm an prominenter Stelle als Landmarke mit Signetwirkung

    Optimale Lage der Liegeflächen im westlichen, ruhigeren Bereich
    des Bades

    Ergänzende Nutzung durch einen Minigolfplatz als Ersatz für den Parkplatz im Westen



    Das neue Westbad - Energieeffizienz und Nachhaltigkeit


    Optimale Nutzung der Solarenergie durch die direkte Erwärmung
    des Beckenwassers mittels Absorberflächen

    Kostengünstige Anordnung der Absorber auf den Dächern der
    Freibadgebäude und des direkt angrenzenden Parkdecks mit kurzen
    Leitungswegen

    Transparente Visualisierung der Wasseraufbereitungstechnik in
    direkter Zuordnung zum Umkleidebereich

    Optimaler Schallschutz der umgebenden Bebauung und Beschattung der Stellplätze durch die Überdeckung des neuen Parkplatzes,
    optische Einbindung durch Geländemodulation und Dachbegrünung auf Teilflächen

    Verwendung von kostengünstigen, robusten und langlebigen Materialien
    im neuen Freibad: Stahlskelettkonstruktion, Holzverkleidungen, Edelstahlbecken

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die große Qualität der Arbeit liegt in der Schaffung eines großzügigen zusammenhängenden landschaftlich geprägten Grünraumes im Westen, der die Anbindung des Wohnquartiers an die Pegnitzaue ermöglicht.
    Das Bad wird in kompakter Anordnung im Osten situiert und stellt mit seinen baulichen Anlagen gleichsam einen Schlußstein des Stadtquartiers dar.
    Die zurückgebaute Fläche des bestehenden Parkplatzes wird als zusätzliche Freizeitfläche mit einer Minigolfanlage genutzt. (...)
    Der mögliche Erhalt des Badebetriebs während der Bauzeit ist wirtschaftlich positiv. Es besteht die Möglichkeit, mit geringem Aufwand den großzügigen Liegebereich außerhalb der Badesaison zu öffnen. (...)
    Das Leitmotiv des Sprungturm wirkt interessant (...). Die innere Erschließung des Bades ist gut gelöst. (...)
    Die Lage des Jugendbereichs ist richtig. (...) Der Verfasser schlägt einfache wirtschaftliche Baukörper vor.

    Auszüge aus dem Preigerichtsprotokoll vom 20.03.2009