Architekten
Erläuterungstext
Städtebauliche Einfügung
Die Entscheidung fällt für ein kompaktes, zweigeschossiges Gebäude, dass sich in die Komposition der Bestandgebäude wie selbstverständlich einfügt und seinen Schwerpunkt am verbindenden Hof setzt.
Die Erschließung erfolgt von diesem gemeinsamen Hof, der als Mitte neu gestaltet wird. Durchlässigkeit und Transparenz: Spengelins Gedanken zur großräumigen Raumgliederung werden aufgenommen: Das Gebäude wird nach Norden und Westen begrenzt, um die Grünfläche weitest möglich freizuhalten und die Sichtbezüge des Gebäudebestands mit dem Gelände zu erhalten (Hörsaal) Das Gebäude übt Zurückhaltung gegenüber der Nachbarschaft durch einen angemessenen Grenzabstand und eine maßvolle Höhenstaffelung, die nur Technik auf dem Dach vorsieht.
Gebäudekonzept
Thermische und technische Zonierung
Die Nutzungsbereiche sind zoniert nach Frequentierung, Himmelsrichtung, thermischer und technischer Disposition. So ergibt sich von Süd nach Nord eine lineare Struktur aus öffentlichen Bereichen der Kommunikation (Sekretariate, Besprechungsräume, Studierendenräume, Professoren) über die Bereiche der Doktoranden und PostDocs zu den geschützten Bereichen der Konzentration (die Forschungslabore).
Vielfalt in der Einheit: Fünf Institute unter einem Dach
Die 5 Arbeitseinheiten gruppieren sich auf zwei Ebenen um zwei Patios, alle erhalten eine eigene Adresse an der gemeinsamen Magistralen. Das befördert eine selbstverständliche Gruppenbildung,gute Orientierung, und die Eigenständigkeit der Institute bei direkter Nachbarschaft und Schnittstellen untereinander.
Als Kommunikationsbereiche dienen die aufgeweitete Flurzone, die Patios, die mittig angelegten Sozial- und Besprechungsräume, die gemeinschaftlichen Räume im EG.
Verzahnung der Nutzungszonen
Büro- und Laborflächen verzahnen sich miteinander, die Büroflächen legen sich um Lager und Nebenräume und docken auf kurzem Wege an die Laborzone an.
Die Laborzone ist konzipiert als zusammenhängende Bedarfsfläche auf der Nordseite des Hauses. Wir schlagen einen konstruktiv hallenartigen Raum auf einem regelmäßigen Raster von Stahlbetonstützen vor und erhalten eine frei zu möblierende Fläche von etwa 800 m².
In sinnfällige Brandschutz- und Nutzungseinheiten aufgeteilt, kann in den einzelnen Teilbereichen über die gesamte Gebäudetiefe mit Trennwänden ohne oder mit geringen BS-Anforderung gearbeitet werden, was den Ausbau begünstigt, den Umbau vereinfacht und eine hohe Transparenz in der Gebäudetiefe möglich macht.
Das Raumprogramm stellt eine Momentaufnahme dar, die regelmäßige Veränderbarkeit ist vorprogrammiert
Der Grundriss versteht sich als Vorschlag nach aktuellem Raumprogramm in einer Struktur, die Wandelbarkeit organisatorisch, technisch, räumlich und konstruktiv mitdenkt.
Kompaktheit und kurze Wege ermöglichen Kommunikation und Synergie. Die vorgeschlagene Gebäudestruktur gewährleistet Flexibilität und Zukunftsfähigkeit.
- freier Grundriss ermöglicht langfristige Beweglichkeit in allen Raumzonen
- Reduktion von rohbaulichen Massen auf die statischen und aussteifenden
Notwendigen; Minimierung von baulichen Grenzen
- Maximierung von Freiheitsgraden durch konstruktives und
brandschutztechnisches Konzept
Beurteilung durch das Preisgericht
Liegt nicht vor.