• DE-74357 Bönnigheim
  • 04/2010
  • Ergebnis
  • (ID 28860)

Stadthalle Bönnigheim

Beschränkter Realisierungswettbewerb
  • Sonderankauf

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Pfrommer + Roeder Freie Landschaftsarchitekten BDLA IFLA, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Hendrik Scholz

    In Zusammenarbeit mit::
    Architekten: gramlich architekten bda, Stuttgart (DE)
    Bauingenieure: DS-Plan AG, Stuttgart (DE)
    Modellbauer: Liebenwein Objekt-Modellbau, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Die Kernstadt wird auch „landschaftlich“, d.h. über die Gestaltung der Freiflächen wieder lesbar: die Esplanade, in Anlehnung an die historische Stadtmauer, wird gestärkt und als städtisches Ufer herausgearbeitet.
    Im Gegensatz dazu steht der landschaftlich geprägte, durch Renaturierung wieder offengelegte Mühlbach. Durch den weichen Ufersaum nach Süden wird das „vor-der-Stadt“ wieder erlebbar.

    Mit der Öffnung des Mühlbachs wird auch der Neipperger See als sanft getreppte Aufstauung (Fischtreppe) mit Überschwemmungsraum wieder thematisiert: das Feuchtgebiet wird zusätzlich mit Dachwässern der Stadthalle gespeist und setzt sich gestalterisch in den Retentionsgärten der südlichen Bebauung fort. Durch die üppige Vegetation aus Iris pseudacorus, Carex acuta, Typha minima etc. entsteht der Eindruck eines grünen Sees, in dem die Stadthalle steht.

    Von Norden bieten großzügige Sitzstufen eine Aufenthaltsqualität am grünen Ufer des Mühlbachs, im Süden wird das Feuchtgebiet über einen bachbegleitenden Weg erlebbar, der über Stege und Rampen an das Wohngebiet und die Esplanade angebunden ist. Baumreihen aus Säulenpappeln, Weiden und Erlen betonen den landschaftlichen Charakter und heben den Bachraum im Stadtgrundriss heraus.

    Die Esplanade wird nach historischem Vorbild über Lindenreihen aufgewertet. Zum Ufer hin wird die „Bleichwiese“ durch Rasenparterres thematisiert, die zum grünen Band zwischen Schloss und Stadt werden. Ein formales Wasserbecken holt den Mühlbach nach oben und bindet so den Schlossgarten in die öffentliche Promenade ein.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.