Stadtskulptur
Landschaftsarchitekten
Mitarbeit
Tauber, Bartholomäus,
Urs Müller-Meßner
Preisgeld
3.000 EUR
Erläuterungstext
“ Wellen schlagen 2 “
• Die grüne Konversion
Die durchgängige Verschlankung des Neckarparks der Phase 1 um bis zu 12 m ergibt einen Flächenverlust von ca. 8.000 m² entsprechend 23,5 % der Parkfläche aus Phase 1. Demgegenüber steht aber auch ein Flächengewinn von 19.000 m², gegenüber dem heutigen, sehr beengten öffentlichen Ufersaum, dessen 1:1,5-Böschungen im übrigen kaum öffentliche Nutzung zulassen. Die Gesamtkonzeption für die neue Weststadt Esslingen hat also immer noch eine hervorragende Grünbilanz:
34.000 m² des Konversionsgeländes werden zu öffentlichen Parkanlagen, Uferpark/‘Landschaftskeil‘/Rossneckar. Dazu kommen private und halböffentliche Grünflächen in der Größenordnung von 20.800 m², sowie stadtprägende, öffentliche Platzräume, wie Zollamt-Platz, Eisenlager-Platz und Volkshochschul-Platz. Das heißt der Freiraum spielt in der neuen Weststadt eine gleichberechtigte Hauptrolle.
• Die Landschaftswellen des Neckarparks
Die Breite des Uferparks wird von 50 – 52 m in Phase 1 auf max. 38 m reduziert – bei gleicher Höhendifferenz Uferweg/Bahngelände von ca. 5 m. Damit werden die Südhänge zum Necker ausgeprägter und steiler modelliert, der ‚Wellenschlag‘ wird kürzer – 3 Neckarbuchten statt 2. Die steileren Hänge eröffnen aber durchaus auch Gestaltungschancen, z.B. Ausmodellieren einer kleinen ‚grünen Arena‘ zwischen 2 Neckarbuchten mit Rasenstufen und Veranstaltungsrondell – oder die Ansiedlung eines Ruderclubs im Anschluss an das Stellwerk – mit Stellplätzen auf Höhe Bahngelände ab ca. 436,80 m üNN und Bootshaus mit Clubräumen auf Uferweghöhe ca. 432 m üNN. Der mäandrierende Uferweg unterliegt dabei selbst einer sanften ‚Dünung‘ von max. 3 % Längsgefälle, je nach Tiefe des Einschnittes in die Südhänge des Neckarparks.
• Quartierspark ‚Landschaftskeil‘ und Rossneckar
Die unbefangene Umwidmung eines freien Teils des Stadtwerke-Geländes zum Quartierspark in Phase 1 wird zurückgenommen, bzw. auf ein winziges Dreieck von 40 m² beschränkt. Über dieses Dreieck wird ein Zugang zum Rossneckar angeboten mit Bootssteg am Wasser. Die Vollendung des Quartierspark zum Rossneckar-Park sollte aber weiterhin einer der städtebaulich-freiräumlichen Ziele der Konversion sein.
• Das Umfeld der Wohnquartiere
Die Freiräume der Wohnquartiere werden großteils ‚privatisiert‘ – Wohnnutzungen im EG – werden großzügige, heckengesäumte Hausgärten vorgelagert. Die gemeinschaftlich genutzten privaten Höfe nutzen dabei in der Gestaltung den Höhenunterschied zu den um
80 cm höhergelegten Hausgärten der EG-Wohnungen der Baufelder 3, 5.1 und 5.2.
• Verbinden
Die 4 Querverbindungen von der neuen Weststadt zum Uferpark, bzw. der Fußgängersteg zur Pliensau-Vorstadt werden aus Phase 1 übernommen und weiterentwickelt. Insbesondere der Pliensau-Steg erhält neue Start-Lande-Orte – Auftakt in der Weststadt ist jetzt die Platzgalerie, an der Westseite des ‚Eisenplatzes‘ ergänzt von einer Rampenanlage um eine Wasserfläche. Lande-Startpunkt in der Pliensau-Vorstadt ist ein neu gestaltetes Rampenbauwerk von ca. 6 % Neigung und einem Aufzug.
Beurteilung durch das Preisgericht
Liegt nicht vor.