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  • DE-79539 Lörrach
  • 07/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-57096)

Teichmatten - Wiese


  • ein 4. Preis

    Einsatzmodell

    Architekten
    Thoma.Lay.Buchler, Architekten BDA, Todtnau (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: w+p Landschaften, Hans-Jörg Wöhrle, Berlin (DE), Schiltach (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Baukörper sind klar zueinander gegliedert. Parallel zur Mühlestraße befindet sich der
    Einkaufsmarkt mit dem aufgesetzten dreigeschossigen Wohngebäude. Das Gebäude ist von
    der Mühlestraße zurückgesetzt. Somit wird die Kubatur gemindert und der Blick auf das
    Bestandgebäude zugelassen. Der dazu quer gestellte zweite Wohnriegel nimmt die
    Ausrichtung der Bestandsgebäude der Siedlung auf und bildet so einen Übergang zwischen
    altem Siedlungsgebiet und Neubauquartier. Allerdings ist der geringe Abstand zur
    Bestandsbebauung zu bemängeln. Diese Ausrichtung wird mit dem Sporthallenbau fortgeführt
    und endet mit dem Schulgebäude zur Freiburger Straße. Durch diese Anordnung werden klare
    Strukturen gebildet – es entstehen geordnete Freiräume. Sämtliche Anfahrtswege sind von
    der Mühlestraße her konzipiert, so dass der Innenraum des Quartiers autofrei bleibt. Von
    Freiburger Straße und Mühlestraße führen Fußwege durch das Quartier.
    Die Baukörper sind klar strukturiert und konsequent gestaltet. Die Funktionen sind
    grundsätzlich in der Fassade ablesbar. Im Gebäude parallel zur Mühlestraße ist dieser
    Gestaltungsgrundsatz konsequent aufrecht gehalten. Der Markt tritt in der Mühlestraße
    deutlich in Erscheinung und sein Eingang ist gut zu erkennen. Die Wohngeschosse sind
    ebenfalls klar strukturiert und gegliedert. Die Laubengänge zur Mühlestraße schirmen den
    Lärm zu den Wohnungen ab und erlauben eine klare Fassadeneinteilung. Die Balkone und
    Gärten sind nach Südosten zur Wiesenaue angelegt. Durch die schmale Bauform der
    Wohngebäude sind sämtliche Wohnungen zweiseitig belichtet.
    Die Anzahl der Stellplätze ist zu überprüfen, da die vorhandenen Stellplätze der Sparkasse
    dem Markt zugeschlagen wurden. Auch die Stellplätze entlang der Schule entfallen im Falle
    einer Schulerweiterung.
    Der Baukörper der Sporthalle ist ebenfalls klar gegliedert – seine Funktionen von außen
    ablesbar. Der auf den Hallenkörper aufgestellte Jugendraum bildet einen Kontrapunkt zu den
    von der Mühlestraße abfallenden Gebäudestrukturen und somit den Abschluss des Quartiers.
    Der Standort des Jungendraums auf der Halle und zur Grünzone hin orientiert lässt keine
    Konflikte mit der angrenzenden Wohnbebauung erwarten. Die Eingangstreppe zum
    Jungendraum ist jedoch sehr eng und dunkel. Die in der Halle geforderten Funktionen sind
    alle erfüllt. Der Vereinsraum ist über kurze Wege an die Halle angebunden. Die eigentliche
    Sporthalle befindet sich im Untergeschoss. Die großen Oberlichtverglasungen führen zwar zu
    einer angenehmen Helligkeit im Hallenbereich, erfordern allerdings einen Sonnenschutz, um
    die Blendwirkung zu vermeiden. Die Mehrgeschossigkeit bedingt, dass die
    Behindertengerechtigkeit nur über einen Aufzug hergestellt werden kann. Die Erweiterung der
    Schule als Verlängerung des alten Schulgebäudes ist nur schematisch im Modell dargestellt.
    Aufgrund der Form des ortsbildprägenden Gebäudes ist eine direkte Anbindung an den Altbau
    mit Fortsetzung des Giebeldachs nicht akzeptabel.
    Die Gestaltung des Landschaftsparks überzeugt im Ganzen. Es wird durch die
    Höhenentwicklung Bezug auf die Topographie genommen, die sich hinunter an de
    Wiesenstrand entwickelt. Positiv bewertet werden insbesondere der sensible Umgang mit dem
    Landschaftsraum und die richtige Zuordnung vielfältiger Nutzungsbereiche.
    Im Entwurf sind verschiedene Vorschläge zur Energieeinsparung angegeben. Diese sind aber
    nicht entwurfsspezifisch und jederzeit umsetzbar.
    Der Entwurf ist klar strukturiert und unaufgeregt. Sämtliche Anforderungen an die Funktionen
    sind erfüllt. Allerdings fehlt der große gestalterische Wurf.
    Die Gestaltung des Landschaftsparks stellt einen wertvollen Beitrag zur Lösung der
    Wettbewerbsaufgabe dar.