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  • DE-81669 München
  • 04/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-125089)

Lärmschutzbebauung am Innsbrucker Ring


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    ver.de Landschaftsarchitektur, Freising (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: 03 Architekten GmbH Architekten BDA, Stadtplaner DASL, München (DE)
    Verkehrsplaner: Michael Angelsberger Planungsbüro für Verkehrsplanung und Städtebau, Rosenheim (DE)
    Bauphysiker: Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit setzt zum Innsbrucker Ring hin einen starken Impuls und vermittelt eine eigenständige Haltung und Architekturgestaltung. Zudem fügt sie sich grundsätzlich in Maßstab und Duktus gut in das Gesamtquartier ein und schließt dieses angemessen nach Norden und Westen ab. Durch das Abrücken des Baukörpers nach Süden, von der Grafinger Straße aus, entsteht ein geschützter Vorbereich für die Kinderkrippe. Die Vorzone vor dem Bestandsgebäude im Westen muss im Hinblick auf die fußläufige Erschließung und den freiräumlichen Anschluss geklärt werden.
    Die Höhenentwicklung muss überprüft werden. Insbesondere die Lage und Ausformung des 8-geschossigen Hochpunktes, der die geförderten Wohnungen gemäß Kommunalem Wohnungsbauprogramm aufnimmt, werden kontrovers diskutiert. Die architektonische Ausgestaltung der Straßenfassade weist einen hohen gestalterischen Anspruch auf. Der spielerische Umgang mit den Belichtungselementen der Laubengänge belebt den Straßenraum durch die Wechselwirkung von Innen und Außen. Die flächige Ausgestaltung der Sockel/Ladenzone lässt die Fassade in diesem Bereich etwas kühl und indifferent erscheinen. Die Hoffassaden sind formal gelungen und funktional überzeugend.

    Das Zusammenspiel der Freiflächen, Krippenfreifläche und allgemeine Freiflächen, und die Orientierung zum Viertel können überzeugen. Die Flächen in der Krippe sind zuweilen etwas knapp bemessen. Die Anlieferung bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung. Es wird momentan Fremdgrund beansprucht und die Fußwegverbindung beinträchtig.

    Die Orientierung der Wohngrundrisse und deren Funktionalität weisen hohe Qualitäten auf. Diese funktionieren in ihrer Qualität gut, lediglich im Süden ist die ausschließliche Nord- Belichtung der Wohnungen problematisch.

    Die thermische Trennung der Erschließungszone von den beheizten Wohnungen, ist ein klares wirtschaftliches Prinzip, das auch gestalterischen Spielraum gibt. Das durchgängige Angebot eines zweiten baulichen Rettungsweges ermöglicht eine Konzeption, die ohne Feuerwehrzufahrten auskommt.

    Unter Berücksichtigung der kritisierten Punkte ist eine gute Realisierbarkeit zu erwarten.