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  • DE-81669 München
  • 04/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-125089)

Lärmschutzbebauung am Innsbrucker Ring


  • 2. Preis

    Perspektive Innenhof © STEFAN FORSTER ARCHITEKTEN GmbH

    Landschaftsarchitekten
    HKK Landschaftsarchitektur GmbH, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Stefan Forster Architekten, Frankfurt/Main (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeigt eine eigenständige und dabei nicht unbedingt für diesen Ort typische architektonische Haltung. Großräumigen Siedlungstypologien stellen die Verfasserinnen und Verfasser einen gestaffelten Baukörper als Abschluss zum Mittleren Ring entgegen. Vom Preisgericht wird die städtebauliche Lösung grundsätzlich sehr positiv bewertet. Das differenzierte Volumen resultiert konsequent aus der Bündelung von zumeist sieben Wohneinheiten der Appartements in den Geschossen der einzelnen Hauseinheiten. Für diese „Häuser“ ist somit jeweils eine klare Eingangssituation gegeben, lange Laubengänge werden durchgängig vermieden. Zum Mittleren Ring wirkt der Entwurf in seiner architektonischen Haltung nicht unbedingt selbstverständlich, die Fassade sorgt für einen positiven Impuls an dieser Stelle. Zum Hof sorgen die vernetzten Volumen für eine sehr ansprechende Maßstäblichkeit. Die Wohnungen des kommunalen Wohnungsbauprogrammes sind in eigenen Häusern im Süden der Anlage untergebracht. Das westliche Bauteil wirkt in der Gesamtkomposition der Anlage stadträumlich verzichtbar.
    Die Verknüpfung mit der Nachbarschaft ist gelungen.

    Sehr kritisch beurteilt wird die interne Organisation der Kinderkrippe mit einer externen barrierefreien Erschließung, großen Raumtiefen und nach Norden orientierten Gruppenräumen. Der Freibereich ist richtig nach Süden orientiert. Die Freifläche über den Handelsflächen wird durch angelagerte Gruppenräume sinnvoll aktiviert.

    Die Gestaltung aller Freiflächen lässt auf eine hohe Aufenthaltsqualität schließen.

    Die Handelsflächen funktionieren grundsätzlich gut, problematisch wird der sehr enge Anlieferbereich gesehen.

    Die 5-spännigen Einheiten der Appartements lassen eine hohe räumliche Qualität erkennen. Allemal stellen die Wintergärten als Schallpuffer zum Mittleren Ring hohe technische Anforderungen an die Bauteile (Feinstaub und Lärm). Die Aufenthaltsqualität der vorgeschlagenen Dachterrassen wird aus Lärmgründen angezweifelt.

    Das Anleitern der Wohnungen im 4. Obergeschoss ist nicht überall möglich. Der Entwurf ist insgesamt äußerst wirtschaftlich, die erzielte Wohnfläche liegt im oberen Bereich.

    Die Arbeit verfügt über einen hohen Durcharbeitungsgrad.