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  • DE Tuttlingen
  • 05/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-3947)

Erweiterung der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule


  • 1. Preis

    Haupteingang

    Architekten
    Martienssen Architekten + Ingenieure, Hannover (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeit: Dipl.-Ing. Jens Schriever-Abeln Dipl.-Ing. Dirk Heuer Dipl.-Ing. Birgit Schnatmann

    Erläuterungstext



    Leitidee

    Die Erweiterung der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule wird nördlich parallel zum bestehenden Theoriegebäude situiert. Der zwei- und viergeschossig gestaffelte Baukörper bildet eine neue klare Raumkante zur Erschließungsstraße aus.
    Der viergeschossige Gebäudeteil formuliert einen großzügigen Eingang für das gesamte Areal aus, wodurch das Gebäude seiner Stellung als Auftaktgebäude zum Schulgelände gerecht wird. Die zentralen Funktionen, wie die Pausenhalle, die Cafeteria, etc. sowie die Flächen zur Erweiterung des Theoriegebäudes sind hier angeordnet.
    Vor dem Eingang wird nördlich ein Vorplatz angelegt, der von zwei Baumreihen flankiert wird. Die entstehende räumliche Abfolge von Vorplatz, Pausenhalle und dem bestehenden Pausenhof bietet für die Schüler eine klare Orientierung und für die Schule vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
    Zusammenfassend ist das Ziel, durch die Erweiterung gleichzeitig eine adäquate neue Adresse für die Schule auszubilden.

    Gebäudekonzept

    Der viergeschossige Gebäudeteil wird über die Pausenhalle, die auch als Verteiler fungiert, erschlossen. Eine zentral in der Pausenhalle angeordneten Treppe verbindet die weiteren Geschosse. Die Lufträume der Pausenhalle ermöglichen eine gute Orientierung und vielfältige Blickbeziehungen über die Geschosse hinweg. Dieser Bereich wird identitätsstiftend für die gesamte Schule wirken.
    Die Geschosse des Bestandsgebäudes sowie der Übergang zur Hauswirtschaftlichen Schule werden niveaugleich angeschlossen, sodass die Erweiterung die Gebäudehöhe des Bestandsgebäudes aufnimmt. Der Übergang bildet optisch die Fuge zwischen der Erweiterung und dem Bestandsgebäude.
    Der zweigeschossige Gebäudeteil, in dem die Werkstätten angeordnet sind, wird über die Pausenhalle erschlossen.
    Im Bereich parallel zum Bestandsgebäude werden die Werkstätten einhüftig organisiert. Der Erweiterungsbau bildet hier mit dem Bestandsgebäude einen introvertierten “grünen“ Hof aus, der auch an die Pausenhalle angeschlossen ist. Weiter westlich sind die Werkstätten als Zweibund ausgebildet.
    Die gewählte Struktur ist flexibel und ermöglicht auch zukünftig eine andere Raumaufteilung.

    Die Anlieferung mit Anbindung an den Lastenaufzug und die Nebenräume ist südlich zwischen den bestehenden und den neuen Werkstätten angeordnet.
    Am Bestandgebäude wird der nördliche zweigeschossige Baukörper entfernt und der Unterschnitt im Erdgeschoss zur Verbesserung der Struktur räumlich genutzt.

    Material / Konstruktion

    Durch die Gliederung des Gebäudes und die Differenzierung entsteht ein lebendiges Fassadenbild. Großzügige Verglasungen sorgen für Offenheit und Transparenz. Die gewählte Ausbildung der Fassadenstrukturen gewährleistet andererseits den Eindruck eines zusammenhängenden gestaffelten Baukörpers.
    Die Verkehrsflächen im Theoriegebäude werden durch möbelhaft ausgebildete Schrankelemente begleitet. Beim weiteren Innenausbau kommen weitestgehend natürliche und haptisch angenehme Materialien zum Einsatz.
    Das Tragwerk besteht aus einer Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Die massiven Bauteile dienen als wärmespeichernde Masse. Als Sonnenschutz ist werden Raffstores vorgesehen. Eine Nachtabkühlung kann über Lüftungsflügel mit Glaslamellen erfolgen. Der winterliche Wärmeschutz wird durch einen über die ENEV hinausgehenden Wärmedämmstandard sichergestellt.
    Zusätzlich bietet sich eine Regenwassernutzung und eine Nutzung der Flachdächer für Fotovoltaikelemente an.
    Das Fassadenraster von 1.40m und das hierzu halbachsig versetzte Haupttragraster ermöglicht eine flexible Grundrissgestaltung, die jederzeit angepasst werden kann.

    Freianlagen

    Vor dem Kopfbau des Erweiterungsbaues wird ein neuer baumbestandener Vorplatz für die Schule angelegt, die Hubanlage wird hierher versetzt und die Fahrradständer seitlich angeordnet. Die Wegeführung wird durch Lichtstelen und eine begeleitende Möblierung unterstützt.
    Der Innenhof wird als begrünter und differenziert gestalteter Binnenraum angelegt, der interessante Ausblicke gewährleistet und als weiterer Pausenhof, vor allem für den Werkstattbereich, genutzt werden kann.
    Um die überbauten Parkplätze wieder herzustellen wird die Errichtung einer Parkpalette auf dem nordwestlichen Parkplatz vorgeschlagen. Hierdurch sind insgesamt 5 weitere Stellplätze darzustellen als derzeit vorhanden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Herstellung einer eingeschossigen Tiefgarage unter dem Werkstattgebäude mit Anbindung an die vorhandenen Treppenhäuser. Hier könnten weitere Einstellplätze dargestellt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.