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  • DE-96465 Neustadt b. Coburg
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-156169)

kultur.werk.stadt - Patzschkeareal


  • 1. Preis REALISIERUNGSTEIL


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    Architekten
    STUDIO GRÜNDER KIRFEL, Bedheim (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ausgehend von einem repräsentativen baumgefassten Vorplatz erschließt sich das sowohl gestalterisch als auch funktional anspruchsvolle Ensemble der Kulturwerkstatt. Dessen Haupteingang im Neubauflügel führt in einen generös ausgelegten Foyerbereich mit Cafe und kleiner Küche. Nutzerseitig werden hier die Wegelängen zwischen dem Cafe und den rückwärtigen Ausstellungs- und Veranstaltungsbereichen kritisch gesehen.

    Ein frei eingestellter Kubus nimmt das Stuhllager auf und leitet räumlich elegant Ausstellungsbereich VHS und das – über einen Durchladeraufzug - behindertengerecht erschlossene Erdgeschoss der Villa über. Hier befindet sich die Verwaltung VHS an richtiger Stelle, wobei ein Nebeneingang mit kleinem Besprechungsraum den Mietarbeitern zur Verfügung steht und die von der Stadtverwaltung und Wohnungen genutzten Obergeschosse andient. Die von den Verfassern zusätzlich angebotene zweite Wohnung sollte zur besseren Raumdisposition der VHS aufgegeben und der Aufzug bis in das 2. OG geführt werden.

    Im Gartentrakt sind der Ausstellungsbereich Stadt, der Mehrzweck- und Seminarraum VHS und die Werkstätten funktional sinnvoll gereiht. Schön ist hier die Proportion des abschließenden Raums, der die gesamte Gebäudebreite nutzt.

    Eine kleine Außenwerkstatt ergänzt das geforderte Raumprogramm und lässt interessante künstlerische Sondernutzungen zu. Treffend scheint hier auch die Gartenausbildung mit einer Obstbaumwiese zu sein, die zum informellen Aufenthalt, Werken und Spiel einlädt.

    Die Grenzinformationsstelle wird über dem Cafefoyer im Neubauflügel als weitgehend geschlossener Medienraum angeboten und flexibel beidseitig erschlossen, was unterschiedliche Ausstellungswege und -rundgänge ermöglicht. Auf gleicher Ebene sind im rückwärtigen, zweigeschossigen Gebäudebestand das Archiv und die Lagerräume VHS untergebracht. Obwohl auch hier eine – langwegige – Erreichbarkeit über den zentralen Aufzug im Vordergebäude gegeben ist, bleiben die ungenügenden Lagerflächen der VHS ein funktionaler Schwachpunkt der Arbeit.

    Die architektonische Gestaltung des Eingangsensembles aus Neubauflügel und Villa verspricht hingegen –auch dank der auf den ersten Blick etwas spröde wirkenden Giebeldächer – ein architektonischer Glanzpunkt für das Quartier zu werden. Diese Qualität wird auch innenräumlich angestrebt, wenn eine moderne Glasbausteinwand die Trennung zwischen Gang- und Ausstellungsbereichen leistet.

    In dieser Dualität von eher sprödem Bestandsmilieu und feiner Ergänzung deutet sich der besondere Charme dieser Umnutzung des Patzschkeareals zur Kulturwerkstatt Neustadts an.


INFO-BOX

Angelegt am 10.12.2013, 12:20
Zuletzt aktualisiert 18.12.2013, 13:41
Beitrags-ID 4-77726
Seitenaufrufe 154

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