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  • DE-96465 Neustadt b. Coburg
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-156169)

kultur.werk.stadt - Patzschkeareal


  • 2. Preis REALISIERUNGSTEIL

    platz der kultur.werk.stadt

    Landschaftsarchitekten
    JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Paul Böhmer

    Mitarbeit
    Katrin Paczulla

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: [lu:p] Architektur GmbH, Grub am Forst (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit einem neuen Empfangsgebäude schafft der Verfasser einerseits einen eindeutigen Zugang zur neuen „kultur.werk.stadt“, andererseits schließt er den Eingangsplatz auch räumlich ab. Das Baumdach über dem Platz stellt eine der Situation angemessene Grüngestaltung dar, weil es die räumliche Fassung des eingeschossigen Anbaus unterstützt. Dabei könnte die Platzwand durchaus höher und damit deutlicher ausgeformt werden.

    Die Bestandsgebäude werden stimmig mit den erforderlichen Nutzungen gefüllt. Lediglich Bauteil A wird abgebrochen und ermöglicht so eine willkommene Auflockerung des langgestreckten Bestandsbaukörpers. Die vorgeschlagene Nutzung als „Kulturhof“ an dieser Stelle ist gut vorstellbar.

    Das zentrale Foyer mit einer Empfangstheke ermöglicht eine gute Orientierung im Innenbereich. Auch wenn die Lage des Cafés am Platz im neuen Empfangsgebäude grundsätzlich richtig und kommunikationsfördernd ist, besteht ein Nachteil darin, dass die wünschenswerte Nähe zu den Ausstellungs- und Mehrzweckflächen nicht gegeben ist. Besonders hervorzuheben ist die große Flexibilität der Grundrisse, die sowohl eine vielfältige Bespielbarkeit zulassen, als auch einen Austausch von Nutzungen ermöglicht.

    Wünschenswert ist beispielweise der Austausch von VHS im zweiten OG mit den Verwaltungsräumen der Stadt im ersten OG. Auch die Unterbringung der Grenzinformationsstelle im Erdgeschoss der Villa ist nicht optimal. Die Seminarräume dagegen sind richtig und sehr gut angeordnet.

    Die auf der Kulturwiese vorgeschlagene mobilen Boxen als gläserne Künstlerwerkstätten nutzen und gliedern den Freiraum pfiffig. Sie verbinden die künstlerische Nutzung mit der umgebenden Bebauung.

    Der Verfasser kommt mit wenig Neubauvolumen aus. Er liegt mit den Nettogrundrissflächen im oberen Bereich, was dafür spricht, dass er die Bestandsflächen wirtschaftlich mit Nutzungen belegt hat.

    Die Barrierefreiheit ist gegeben. Dem Verfasser gelingt es, den Charakter der ehemaligen Druckerei Patzschke zu erhalten und mit nur geringem Eingriffen und Ergänzungen eine sehr gute Nutzbarkeit für die vorgegebenen Funktionen zu ermöglichen. Die Architektursprache ist dabei klar und angemessen. Insgesamt eine Arbeit, die auch unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gut umsetzbar erscheint.


INFO-BOX

Angelegt am 10.12.2013, 12:30
Zuletzt aktualisiert 13.07.2016, 13:45
Beitrags-ID 4-77740
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