loading
  • DE-80339 München
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-147084)

Wohnbebauung mit Kinderbetreuungseinrichtungen und Kulturzentrum


  • 2. Preis

    h4a | Perspektive Innenhof

    Architekten
    h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten, Stuttgart (DE), München (DE), Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Gessert , Albrecht Randecker

    Mitarbeit
    Mark Hemsen, Nicolas Henn, Marianne Weichenrieder, JiaBei He, María Mesa Izquierdo

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: g2-Landschaftsarchitekten, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Struktur entwickelt sich als Variation der kammartigen Vorgabe, indem zur Promenade ein Kopfbau hinzugefügt wird, der die Andeutung eines privateren Wohnhofs markiert. Die etwas überhöhten fünfgeschossigen Häuser an der Promenade schaffen zwar eine schöne und lesbare Adresse, verschatten und verengen aber gleichzeitig den Hofraum. Die Adressbildung zur Straße im Norden wird durch subtile Vor- und Rücksprünge in der sehr langen Fassade angestrebt, dies müsste jedoch kräftiger werden, um die Masse als Relief mit unterscheidbaren Häusern zu gliedern, zumal die Fassaden doch sehr einem schematischen Repertoire verhaftet bleiben. Hier fehlt die Kraft deutlicher Zäsuren. Die nur eingeschossigen Durchgänge schaffen eine gute Erschließungssituation und Orientierung für Fußgänger hinsichtlich der Treppenhäuser, leider wird die Feuerwehr an der Höhe der Durchfahrten scheitern. Für die Tiefgarage ist eine zweite Zu- und Abfahrt erforderlich. Die Wohnungstypologien an kurzen Laubengängen, gemischt mit sehr intelligent entwickelten durchgesteckten Wohnungen an der lauten Nordtrasse werden gewürdigt. Die subtil entwickelte Fassadengliederung der „Gartenseite“ gefällt, wenngleich es wünschenswert wäre, ein zweites Thema angesichts der außerordentlich großen Baumasse zu finden. Die Kita kann gut funktionieren, während beim historischen Kopfbau Defizite in der Anordnung der Nutzung Nachbarschaftstreff bestehen. In der Variante Neubau geht die Erkennbarkeit der Kulturnutzung, integriert in ein Wohnhaus verloren. Alles in allem ein gut durchgearbeiteter solider Vorschlag, bei dem man sich allerdings etwas mehr Individualität und atmosphärische Varianz gewünscht hätte. Die Freibereiche zwischen den Gebäuden lassen einen guten Übergang zwischen den privaten und öffentlichen Freiflächen erkennen. Die Hofflächen werden durch die Rettungswegflächen dominiert und sind nur eingeschränkt nutzbar. Auch die Höhenlage der Gartenhöfe im Anschluss an die Promenade lässt Schwächen in der Barrierefreiheit erkennen.
    Die Anordnung und Ausrichtung der Wohnungen, insbesondere der Ecklösungen wird positiv beurteilt. Die Wohnungsgrundrisse müssen noch bezüglich der Förderfähigkeit optimiert werden. Die Erschließungskerne an der NUP mit 4-7-Spännern werden als positiv und effizient bewertet, dagegen sind die zwei oder drei spännigen mittleren und südlichen Hausaufgänge weniger wirtschaftlich. Die Eingangssituationen sind nicht eindeutig.