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  • DE-80333 München
  • 01/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-145515)

Neubau von Wohnungen in der Katharina-von-Bora-Straße 8a


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    TDB Landschaftsarchitektur Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Eva-Maria Boemans , Karl Thomanek

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: léonwohlhage, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Mitarbeit: Luka Gilic

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit schließt den angebotenen Perimeter mit 5 zueinander versetzten Volumen zu einem städtischen Block und schafft so einen interessanten neuen städtischen Raum. Die in ihrer Fassadengestaltung ähnlichen Stadthäuser bieten zum städtischen Äußeren hin den Eindruck eines wohltuend rhythmisierten, zusammenhängenden Gefüges. Einzelne Gebäudeteile werden dadurch als Adressen gut ablesbar.

    Die Rückstaffelung der beiden oberen Geschosse des 7-geschossigen Baukörpers nach Norden fügt das Gebäude sehr gut in den umgebenden städtischen Maßstab ein. Die Verschiebungen der einzelnen Häuser werden dabei zum Teil als zu stark empfunden. Sie stellen zum Teil die Gesamtfigur in Frage und führen gleichzeitig nach Westen zum benachbarten Grundstück hin zu Abstandsflächenproblemen. Diese wären in einer weiteren Bearbeitung zu korrigieren.

    Die durch die starken Verschiebungen zum Stadtraum hin entstehenden großen Wandflächen können nicht ganz überzeugen. Die im Erdgeschoss und in der Ebene der Fassade eingeführten zusätzlichen Rücksprünge und Profilierungen erscheinen unnötig.

    Im Freiraum wird die Baukörpergeometrie konsequent gespiegelt. Für die erdgeschossigen Wohnungen werden private Gartenbereiche angeboten. Die Aufenthaltsbereiche haben ein größeres Potential als im Entwurf dargestellt.

    Im Inneren sind die einzelnen Häuser mit einem innen liegenden Treppenhaus als 2- bzw. 3-Spänner organisiert. Die Grundrissorganisation ist schlüssig und in den Zuordnungen von Wohnungsgrößen, Anzahl und Typologien sehr flexibel. Die großzügigen, nach Süden orientierten Freibereiche werden durch großformatige, raumhohe Fensteröffnungen nach Norden ergänzt. Die mögliche Durchmischung von frei finanzierten und geförderten Wohnungen wird positiv bewertet.

    Der Verfasser schafft in einem Untergeschoss Raum für Nebenräume und Stellplätze. Der Nachweis von geforderten 15 zusätzlichen Stellplätzen fehlt. Die Lage der Zufahrt der Tiefgarage ganz im Nordwesten erscheint richtig gewählt. Die Arbeit erzeugt eine Geschossfläche im oberen Bereich des Teilnehmerfeldes. Wirtschaftlich liegt die Arbeit im mittleren Bereich.

    Ingesamt wird die Arbeit in ihrer hohen städtebaulichen und gestalterischen Qualität durch das Preisgericht sehr positiv gewertet.