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  • 2. Preis

    © Lageplan

    Architekten
    Nickl & Partner Architekten AG, München (DE), Berlin (DE), Zürich (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Nowak Partner Landschaftsarchitekten, München (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Struktur und Gestaltung

    Mit einem klaren städtebaulichen Prinzip ergänzt der Entwurf zur Erweiterung der Wohnanlage für Studierende an der Giggenhauser Straße in Weihenstephan das bestehende Wohnheimgelände und schafft dennoch eigenständige, zeitgemäße Neubauten. Grundidee der Anordnung der geplanten Baukörper ist es, auf städtebaulich stimmige Weise einen funktionsfähigen, lebenswerten Wohncampus zu entwickeln, der die gegebene topographische, naturräumliche und städtebauliche Situation berücksichtigt.
    Das gesamte Areal des Wettbewerbsumgriffs charakterisiert eine äußerst heterogene städtebauliche Struktur, die einen von Gegensätzen geprägten Übergangsbereich zwischen lockerer Einzelhausbebauung im Norden und den linearen Großstrukturen des Fraunhoferinstituts mit klaren Kanten im Osten bildet. Die bestehenden Wohnheimbauten selbst lassen in ihrer vertikalen Anordnung vor allem drei wesentliche, Nord-Süd-Sichtachsen erkennen, innerhalb derer auch die Erschließung erfolgt.
    Die Typologie des Entwurfs folgt dem Gedanken, das Wohnheimgelände durch lineare, ordnende Formen zu ergänzen und mit der Formulierung räumlicher Kanten sowohl auf die Großstruktur des Institutsgebäudes im Westen als auch auf die heterogene Bebauung im Norden zu antworten. Die Kubatur der Neubauten passt sich der gegebenen Grundstücksform an, um die vorhandene Fläche optimal auszunutzen, bildet aber zudem klare Raumkanten nach Norden und ergänzt das Wohnheimgelände harmonisch. Die Neubauten positionieren sich in ihrem Maßstab und ihrer Höhenentwicklung respektvoll im bestehenden Areal, nehmen die städtebaulich wichtigen Kanten sowie vorhandene Wege- und Verkehrsbeziehungen auf und führen sie fort. So wir das Wohnheimquartier nicht von der Umgebung abgeschnitten, sondern auf natürliche Weise in den städtebaulichen Kontext eingebunden.

    Architektur und räumliche Gestaltung

    Der Entwurf schafft einen freundlichen, gemeinschaftsorientierten Wohnort für Studenten, während das Raumprogramm in einem kompakten Gefüge mit bestmöglicher Ausrichtung der Wohneinheiten organisiert wird. Die Grundrissgestaltung setzt ökonomisch-rationelle Vorgaben um, schafft jedoch gleichzeitig eine angenehme, lichte Atmosphäre mit hoher Qualität für Wohnen und Aufenthalt. Die Haupteingänge der Neubauten befinden sich an der Giggenhauserstraße bzw. reihen sich entlang der zentralen Achsen des Gebiets.
    Alle Wohneinheiten gleichen Typs sind identisch, dennoch entstehen durch die Ausrichtung der Baukörper individuell verschiedene Blickbeziehungen. Die Verteilung der Wohnungstypen folgt der Kubatur. Die Ecken werden in der Regel mit Gemeinschaftswohnen besetzt, die flexibel und nach Bedarf organisiert werden können. Dazwischen reihen sich Einzelapartments. Diese Anordnung entspricht dem Prinzip von Kommunikations- und Gemeinschaftsbereichen an zentralen Faltungspunkten des Baukörpers.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.