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  • 3. Preis


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    Landschaftsarchitekten
    liebald + aufermann landschaftsachitekten, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: m8 architekten, München (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau
    An der topographischen Nahtstelle zwischen Münchner Schotterebene
    und terziärem Hügelland entsteht die neue Studentenwohnanlage.
    Die Konzentration aller Funktionen (Parken und Wohnen)
    an der Straße, ermöglicht große Freiräume im Innern des Grundstücks:
    die Auenlandschaft wird wieder erlebbar – Wiesen, Rasenflächen
    und Weiden reichen bis an die Südfassaden heran. Idealerweise
    könnte in einem späteren Bauabschnitt die Parkebene unter
    Weihenstephan IV in Appartements umgewandelt werden und die
    Fahrgassen dem Auen-Freiraum zurückgegeben werden.
    Das neue Wohnheim fasst die bestehenden Einzelgebäude zu
    einem Campus zusammen. Nach Norden und Süden bildet der
    Gebäuderiegel klare Kanten aus, die durch Einschnitte, bepflanzte
    Höfe und Durchgänge eine Durchlässigkeit bekommen. Die Differenzierung
    der Baukörper vermittelt zwischen den kleinteiligen Wohngebäuden
    im Norden und der Großform des Fraunhofer Instituts.

    Nutzung, Erschließung
    Die fußläufige Erschließung erfolgt von Norden über kleine Eingangshöfe
    und das Plateau oder aber über eine zweite fußläufige
    Erschließung im Süden parallel zur Straße und Radweg. Die Fahrradstellplätze
    sind dezentral jeweils den Gebäuden zugeordnet. Die
    Autostellplätze der Bewohner des Neubaus werden von der Nord-
    Ost-Ecke auf das Plateau (Ebene 1) befahren. Die Parkplätze auf der
    Ebene 0 erschlossen von Westen, werden vor allem von den Bewohner
    Weihenstephan II genutzt.

    Freiräume
    Auen - Hof
    Südlich des neuen Baukörpers entsteht ein Binnenraum mit hoher
    Aufenthaltsqualität: Morgen- und Abendterrasse des Gemeinschaftsraums,
    Spiel- und Liegewiese, Beachvolleyballplatz, Boule-
    Bahn, Grillplatz, Treffpunkt. Ein Band aus hohen Gräsern und
    Strauchweiden bildet einen räumlichen Schutz für die Apartments,
    in die kleine Terrassen eingeschnitten sein können.
    Auen - Garten
    Der bestehende Auengarten wird erhalten und nur durch wenige
    Elemente ergänzt und schmale Wege erschlossen – das Ufer des
    Grabens wird teilweise zugänglich – Holzterrassen laden zu eher
    kontemplativer Nutzung (Kuss-Steg) ein. Zwischen den alten Weiden
    können Hängematten und Slagline gespannt werden. Ein Steg
    über den Graben und durch den Auwald führt bis zum Fischer.
    Pflanzung
    Die neue Pflanzung im Auen–Hof orientiert sich am Auenthema:
    Weiden und mehrstämmige Erlen bilden ein Baum-Gerüst – die
    zentrale Wiese erhält einen Rahmen aus Strauchweiden (Salix
    rosmarinifolia) und Gräsern (Calamagrostis, Molinia, Miscanthus) als
    Sichtschutz zu den Parkierungsflächen und Apartments.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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