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  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Till Rehwaldt

    Mitarbeit
    Susi Hübner

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: CODE UNIQUE Architekten, Dresden (DE)

    Erläuterungstext
    Situation
    Das Entwurfsgebiet liegt im Stadtteil Vötting, im Westen der Stadt Freising an der Giggenhauser Straße. Im Norden grenzt ein durchgrüntes Wohngebiet und im Süden das Landschaftsschutzgebiet „Freisinger Moos und Echinger Gfild“ mit schützenswerten Biotopen an. Naturräumlich befindet es sich auf der Grenze zwischen dem Tertiären Hügelland und dem Freisinger Moos.

    Konzept
    Als Zwischenort soll das Grundstück der Wohnanlage nicht nur eine naturräumliche und städtebauliche Verflechtung der angrenzenden Bereiche generieren, sondern auch in sozialer und interkultureller Hinsicht regen Austausch ermöglichen. Eingeklammert von einer „harten Kante“, der Giggenhauser Straße, und einer „weichen Kante“, dem Dampfänger Graben, ist das Planungsziel die Verbindung und Verflechtung der Peripherie auf dem Grundstück der Wohnanlage. „Kultur“ verflechtet sich mit „Natur“.
    Des Weiteren wird der Campus Freising-Weihenstephan („Grünes Zentrum Bayerns“) um einen Baustein ergänzt. Ernährung, Landnutzung und Umwelt bilden wichtige Aspekte der Freiraumgestaltung auf dem Grundstück.
    Im Nordwesten wird das Grundstück durch die Giggenhauser Straße begrenzt. Straßen- und wegbegleitende Baumreihen (Spitzahorn, Eberesche, Hainbuche und Esche), Treppen, Rampen und Podeste sowie vorgelagerte Eingangssituationen gliedern diese Grundstücksseite und unterstreichen den urbanen Charakter. Im Südosten wird durch locker gruppierte Schwarz-Erlen, Sal- und Silber-Weiden, Uferböschungen und einen Schilfstreifen entlang des Dampfänger Grabens der natürliche Charakter dieser Grundstücksseite betont.
    Auf dem Grundstück verflechten NW-SO ausgerichtete, asymmetrisch angeordnete Streifen die kontrastreichen Kanten miteinander. Diesem Prinzip folgen sowohl die Gebäude mit ihren Gründächern und Höfen als auch die Elemente der Freiraumgestaltung und die Erschließungsstrukturen.

    Entwurf
    In den Zwischenräumen der Gebäude werden, räumlich von der Erschließungsebene entkoppelt, sowohl Kommunikationsräume als auch Rückzugsräume gebildet.
    Die Höfe des Neubaus sind durch Grünflächen mit Baumgruppen aus heimischen Obstgehölzen gekennzeichnet. Plattenbänder mit großen Rasenfugen wechseln sich mit Spiel- und Sitzmöglichkeiten ab. Im Hof Weihenstephan II dominiert ein großzügiger Wiesenraum mit malerischen Baumgruppen aus dem Bestand (Kaukasische Flügelnuss). Zum Dampfänger Graben hin orientiert sich ein aufgeständerter Pavillon, der als eine Art „Baumhaus“ Aussicht in die Natur bietet.
    Gemeinschaftsgärten werden an den Gebäude angeordnet. Sie bieten die Möglichkeit zu interkulturellem Gärtnern und sozialem Kontakt. Zusätzlich können sie für die Studenten aus Weihenstephan als Versuchsflächen genutzt werden und dem Austausch von Fachwissen dienlich sein.
    Der PKW-Verkehr erschließt das Grundstück von der Giggenhauser Straße über eine Gebäudeumfahrung, an welcher PKW-Stellplätze angeordnet sind. Weitere Stellflächen befinden sich unter den Bestands- und Neubauten von Weihenstephan IV sowie zwischen den Altbauten von Weihenstephan II. Die Stellflächen werden aus formschönen Rasengitterplatten, sog. „Rasenliner“, gefertigt, um eine möglichst geringe Oberflächenversiegelung zu erzielen. Optional sind die Stellplatzflächen im Hof Weihenstephan II erweiterbar. Um die Flächeninanspruchnahme durch den ruhenden Verkehr herabzusetzen kann eine Carsharing-Station angeboten werden.
    Der Bestand an überdachten Fahrradabstellanlagen (Weihenstephan IV) wird um eine Fahrradgarage in Weihenstephan II und Abstellflächen unter dem Pavillon ergänzt. Zusätzlich gibt es Fahrradbügel an den wichtigsten Eingangssituationen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.