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  • DE-97461 Hofheim in Unterfranken
  • 05/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-157169)

KOMBIBAD Hofheimer Land


  • 2. Preis

    Lageplan

    Architekten
    bauatelier freie Architekten Haas und Hiesch, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    hofheimer wasser-land — Das Naturnahe Kombibad

    Gesamtanlage
    Räumlicher Ausgangspunkt für die Entstehung des neuen Kombibades ist ein parkartiges Gelände im Übergang zur offenen Landschaft. Die alten Baumstrukturen sind die bestimmende Qualität des vorhandenen Freiraumes, die es zu nutzen und zu verstärken gilt.

    Das bisherige Frei- und Hallenbad an der Johannisstrasse erfährt über die geplante Umgestaltung zum Kombibad eine Neupositionierung und Attraktivierung als "PARKBAD".

    Ein neuer, kompakter Eingangspavillon enthält alle notwendigen Nutzungen zur Verwandlung des bestehenden Hallenbades in ein Kombibad. Zusammen mit einem grossen Vorplatzbereich holt er die ankommenden Badegäste mit seiner einladenden Geste ab.

    Vom Vorplatzbereich aus gelangt der Sommerbadegast auf direktem Wege zu der neugestalteten Badeplatte. Sie fasst in kompakter Form die neuen Sport,- Freizeit- und Kinderbecken mit ihren attraktiven Angeboten zusammen.

    Die neue Badeplatte ist in direkter Kreuzung der Wegeverbindung vom Hallenbad und neu geschaffenem Freibadzugang angeordnet.
    Landschaftlich wird sie von Liegewiesen und bestehenden Baumgruppen umspült. Naturnahe Bepflanzungen schliessen teilweise direkt an.

    Gezielte Sichtachsen von der Eingangsseite zu den neuen Aussenbecken lassen den Blick frei und machen das Badeparkgelände mit seinen Attraktionen einsichtbar und erlebbar.
    Ein grosser Kinderbereich mit unterschiedlichen Themen und Stationen nimmt sich seinen eigenen Naturraum und bildet einen Schwerpunkt in der Anlage.
    Aktive Sportbereiche sind von Ruhezonen separiert.
    Im Norden am bestehenden Lagegebäude wird ein optionaler Minigolfplatz angeboten.

    Aussenanlagen und Landschaft

    Die bestehenden Gehölze im Planungsgebiet und an seinen Rändern sind äusserst wertvoll und werden gutenteils erhalten. Im Bereich des Vorplatzes öffnet sich das Kombibad- Gelände zum städtischen Strassenraum. Wasser und Grün, sowie Sitzstufen bespielen das Entree des Vorplatzes und kündigen das neue Kombibad an.

    Eine neu formulierte und gestaltete "Badeplatte" vereint alle Freibecken, sowie Gastro- und Spielbereiche. Holzliegedecks unter Schattendächern mit Gräser- und Rasenbänken sind neue Gestaltungselemente.
    Das direkte Umfeld des Hallenbades und der Freibecken wird mit befestigten Steinbelägen und Holzrosten gebildet. Befestigte Flächen werden auf ein minimum reduziert zugunsten der grünen Freibadflächen.

    Der Freibereich des Bades ist so gegliedert, dass Sport-und Spielflächen nach unterschiedlichen Altersgruppen zoniert und getrennt sind.

    Regenwasser speist den optionalen Naturbadeteich oder versickert flächig in den Wiesenflächen.

    Leitthema: hofheimer wasser-land - das naturnahe Kombibad

    Was den Charakter des Entwurfes ausmacht, ist neben der filigranen Architektur eine bewusst naturnahe Gestaltung der Freibereiche. Hierzu dient zum einen die Auswahl der Materialien Holz, Stein, Wasser. . . aber eben auch die thematische Umsetzung von Spiel- und Erlebnisbereichen.

    Diese Gestaltungelemente ziehen sich z.B. als natürliche Kletterfelsen, Sand-Liegemulden, Stein-Sand-Matsch-Bereiche, Wasser-Fontänen, Felsen-Wasserfälle und ähnliches als große und kleine Inszenierungen durch und immer ist das Element Wasser dabei. Naturnahe Elemente wie Schilf und Reetbeete docken direkt an Freibecken an.

    Leitidee ist somit das haptisch und taktile Gefühl für ein besonderes Badeerlebnis, als die Summe dieser Angebote. Alleinstellungsmerkmal ist das entdecken von "Natürlichem" wie es vorhanden ist im ländlichen Raum.
    Angesprochen werden sollen neben Familien hauptsächlich auch die Kinder.
    Exemplarisch sei deshalb der Kinderbereich mit dem Leitthema " Sagt wo kommt das Wasser her?", an dem das Modell eines Wasserkreislaufs in verschiedenen Stationen aufgezeigt:
    Regenwolken fallen aus´s Land, die Quelle speißt den Gebirgsbach, der Fluss fließt hin zum Meer.

    Das Thema der Leitidee ist in seiner Tiefe natürlich beliebig erweiterbar. Weitere optionale Elemente in diesem Sinne sind z.B. ein Naturbadeteich, als auch eine mögliche natürlich biologische Beckenwasseraufbereitung.

    Gebäudekonzeption

    Der Eingangspavillon des Kombibades präsentiert sich als klar gegliederter, kompakter Baukörper und dockt über eine Glasfuge an den Bestandskörper an. Seine Dachform führt das Gesamtensemble fort. In seinem Charakter geht es darum ein offenes und freundliches Entree für das zukünftige Kombibad zu schaffen. Die Eingriffe in den Bestand bleiben minimalst.
    Anstelle des bisherigen Foyers erhält das Hallenbad eine gläserne "Box" als neues Schaufenster in Form eines kleinen Kinderbereichs.
    Ein neuer Windfang aus dem Barfussbereich erschliesst die Hauptverbindung zur Badeplatte.
    Die Barrierefreiheit ist für das gesamte Kombibad erfüllt über eine Rampe auf den Vorplatz , während das gesamte Freigelände mit Gefällesituationen um 3% ausgelegt ist.

    Gebäudekonstruktion und Material

    Konstruktiv sind sowohl der Eingangspavillon als auch die Sommerumkleide als Holzständerbauten vorgesehen.
    Glas- Fassaden:
    Stahlpfosten-Riegelfassaden mit 3-fach-Verglasung in Teilbereichen mit gesteuerten Aussenjalousien.
    Dachkonstruktion Eingangspavillon:
    Stahlfachwerkträger, im Foyerbereich mit oberseitigen gelochten, farbigen Holzakustikdecken als Dachuntersicht. Küche und Nebenräume mit abgehängten Lüftungsdecken-Bereichen.
    Die leicht geneigten Dächer sind mit Solarkollektoren bestückt.

    Materialien im Aussenbereich:
    Platz, Wege und Beckenumgänge werden mit feingefasten Betonwerksteinen gepflastert oder mit zertifiziertem Holz hergestellt. Untergeordnete Wege können auch in hydraulisch gebundenen Deckenbauweisen erstellt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.