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  • DE-79540 Lörrach
  • 05/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-157694)

Schöpflin-Areal: Entwicklung eines neuen Quartiers


  • Ankauf


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    Architekten
    FAKT, Berlin (DE), Zürich (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: David Levain

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Das Projekt organisiert sich als offenes Feld. Über das gesamte Gebiet wird ein räumliche Sequenz aus Dichte und Leere gespannt. Als topologische Struktur wird sowohl die Gesamtheit des Areals gefasst und gegliedert, als auch eine Fülle an Teilräumen als Möglichkeitsräume definiert. Alterniert werden diese mit Häusern und Grünflächen belegt. So ist das gesamte Areal als gleichsam transparenter und einladender Park zu lesen. Halle und Quartier können klare Adressen zugewiesen werden in einem kleinteiligen Quartier, das in seiner dezenten Farbigkeit und Verspieltheit einen wohnlichen Charakter bewahrt. Das Feld verzahnt sich mit umliegenden Raumstrukturen, formuliert Übergänge und definiert Räume von öffentlich bis privat und intim. In dieser Struktur wird die Leere ebenso stark gewertet wie das Gebaute. Intensität ergibt sich aus dem balancierten Bezug zwischen den kleinen Häusern und den Zwischenräumen: zahlreiche kleine Welten entstehen. Verschiedene Arten von Gärten und Plätzen mit verschiedenartig angelegten Vegetationsflächen, Spielplätze, leicht gewölbte Topographien, die in ihrer Gesamtheit das Leben im neuen Quartier prägen – äquivalent zum Park der Schöpflin Stiftung

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Projekt folgt den städtebaulichen Rahmenbedingungen, indem es die Richtung der Franz Ehret-Straße aufnimmt. Die räumlichen Beziehungen zwischen dem bestehenden Areal der Schöpflin-Stiftung und dem neuen Quartier werden durch eine schachbrettartige Raumordnung in Form einer Verzahnung gewährleistet.
    Die vorgeschlagene Höhenentwicklung der Neubauten wird generell als zu hoch beurteilt. Das Konzept erlaubt aber entsprechende Anpassungen mit einer Reduktion der Ausnutzung, was die Qualität des Projektes, vor allem der Außenräume sicher steigern würde.
    Der Bereich hinter der neuen Sporthalle, der mehrheitlich als Freiraum vorgeschlagen wird, kann die Gesamtkonzeption nur ungenügend umsetzen. Unverständlich ist, warum hier das gewählte Bebauungsmuster (Schachbrett) verlassen wird. Die beiden Baukörper am Rand sind dafür zu schwach artikuliert. Zudem entzieht sich dieser von der Wohnbebauung abgelegene Freiraum mit Gewächshaus etc. einer Sozialkontrolle.
    Ein ergänzendes Gebäude an der Schopfheimerstrasse schafft zusammen mit dem bestehenden Gasthaus auch hier ein Gesicht und einen Eingang zum neuen Quartier.
    Das „Schachbrettprinzip“ prädestiniert eine differenzierte Gestaltung des Außenraumes. In diesem Sinne kann auch der Umraum des neuen „Schöpflin-Hauses“ spezifisch gestaltet werden, das Gebäude kann sich dadurch unprätentiös in die Bebauung einfügen.
    Der Eingangsvorbereich der Sporthalle liegt richtigerweise vor der S-Bahn-Station, kann aber durchaus knapper dimensioniert werden zugunsten der rückseitigen Abstände zu den Wohnbauten. Die Hochsetzung der Halle in das erste Obergeschoss mit erdgeschossigem Foyer und Vereinsräumen erlaubt zwar eine Bauweise ohne Grundwasserproblematik, hat aber den Nachteil einer überdominanten Bauhöhe. Die große Ausladung vor dem Eingang wirkt für den Ort übertrieben und lässt in der direkten Nachbarschaft zur S-Bahn-Station mit Kiosk eine ungenügende Sozialkontrolle befürchten.
    Die Parkierung mit dezentralen, kleineren Einstellhallen ist gut gelöst und erlaubt eine etappenweise Entwicklung des Quartiers und Realisierung kleinerer Baufelder.
    Die vorgeschlagenen Punkthäuser mit 13m x 13m bzw. 17m x 17m zeigen mit ihrer Nutzraumrinde interessanten Möglichkeiten für Grundrisse und Wohnformen, haben aber den Nachteil geschlossener, dunkler Treppenhäuser.

    Das Projekt wird von den Verfassern als Ausgangspunkt eines Prozesses verstanden, der sich mit allen Beteiligten entwickeln soll.
    Zitat: „ein Rahmenwerk anpassungsfähig und offen für zukünftige Entwicklungen“.
    Dieser konzeptionelle Ansatz wird gewürdigt, auch wenn die Ausformulierung der Idee vor allem durch die Bauhöhen zu wuchtig geraten ist.


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