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  • DE-79540 Lörrach
  • 05/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-157694)

Schöpflin-Areal: Entwicklung eines neuen Quartiers


  • Ankauf


    Landschaftsarchitekten
    TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stephan Buddatsch

    Mitarbeit
    Prof. Axel Busch

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Peter W. Schmidt Architekt BDA, Pforzheim (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Die Leitidee der Gestaltung orientiert sich landschaftlich an der bestehenden parkartigen Freifläche der Schöpflin-Villa.

    Geschwungene Wege ermöglichen auf allen Seiten Zugang zu dem Gelände und lassen weiterhin eine Querung des Geländes zwischen Schopfheimer Straße und Bahnhof zu. Ein frei geführter, befahrbarer Hauptweg verbindet die Gebäude miteinander und bindet sie über den Platz hinter der Turnhalle und die Zufahrt an der Franz-Ehret-Straße an das öffentliche Straßennetz an. Straßenbegleitend entlang der Franz-Ehret-Straße sind Längsparkplätze geplant. Fahrradstellplätze sind neben den dafür vorgesehenen Räumen auch unter den gepflasterten Durchgängen der Gebäude und vor der Turnhalle vorgesehen.

    Lineare Baumpflanzungen tangieren das Gelände und markieren die Eingänge. Im Inneren finden sich locker gesetzte Baumgruppen, die gegenüber der Schöpflin-Villa eine Rasenfläche einrahmen. Eine kleinere Freifläche befindet sich südlich davon neben der Galerie. Den Wohnungen vorgelagert befinden sich von Hecken eingefasste, private Terrassen. Das Wegenetz der Anlage führt durch die Innenhöfe der Gebäude, hier sind kleinere Baumgruppen vorgesehen, die den landschaftlichen Charakter der Anlage widerspiegeln. Unter den zweigeschossigen Durchgängen sind kleinere gepflasterte Flächen vorgesehen, die sich zum Teil als Aufenthaltsflächen für spielende Kinder bei Schlechtwetter sowie für das Abstellen von Fahrrädern eignen.
    Im Zentrum befinden sich drei Spielflächen, zwei weitere liegen neben den Freiflächen nahe der Franz-Ehret-Straße. Im Nordosten, vor dem Werkraum Schöpflin, ist eine Freifläche für Urban Gardening vorgesehen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der durchfließende Freiraum vom vorhandenen Schöpflin Areal durch die Wohnbe-bauung trägt die Idee des Entwurfs. In diesen neuen Park sind leidglich drei solitäre kompakte Gebäude eingestellt, die alle Wohnungen aufnehmen. Alle Treppenhäuser werden aus dem Inneren der Höfe erschlossen, so dass diesen einerseits eine kommunikative Wirkung zukommt. Andererseits fragt sich das Preisgericht, ob die Höfe nicht zu eng sind und die durchgesteckten Wohnungen dort zu dicht zueinander liegen. Dass der Ring der Bebauung im EG und ersten OG teilweise unterbrochen ist, bricht die Gebäudeskulptur zwar jeweils auf, schafft aber problematische und aufwendig zu realisierende Untersichten.

    Die Funktion der Sporthalle ist gegeben, allerdings wird der Zugang von Westen her als falsch angesehen, er sollte besser der S-Bahnhaltestelle zugeordnet werden.
    Die Anordnung des Stiftungsgebäudes Ecke Schopfheimer Straße / Franz-Ehret-Straße ist aufgrund des fehlenden Eigentums nicht möglich, somit fehlt im Stiftungsbereich ein komplettes Gebäude. Das Gebäude mit Mehrzweck- und Vereinsraum ist in Lage, Zu-ordnung und Größe nicht ausreichend.

    Die im Lageplan dargestellten zusammenhängenden Dachflächen erscheinen im städtebaulichen Kontext verständlich. Auch in Verbindung mit den großflächigen Industriehallen ist der Ansatz, mit wenigen aber großen Gebäuden zu arbeiten, nachvollziehbar. Abschließend wird die städtebauliche Idee, ganz auf die Erweiterung des Parks zu setzen, gewürdigt, konnte in der konkreten Ausformung und der angebotenen Wohnqualität jedoch nicht überzeugen.