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  • DE-85748 München
  • 07/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159436)

Science City Garching


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    mahl gebhard konzepte, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Steidle Architekten, München (DE)

    Preisgeld
    8.333 EUR

    Erläuterungstext
    Das gesamte Gebiet ist strukturiert durch die beiden dominanten Nord-Süd-Korridore und die Ost-West-verlaufende Grünzäsuren.
    Der Korridor um die zentrale Mitte ist geprägt von einer Abfolge von Platzflächen, die zugleich die Eingänge zu den Gebäuden und in die Stadtquartiere definieren. Dieser Korridor ist der Empfangsraum der Science City Garching.
    Der westliche Wasserkorridor gibt dem Campus durch seine großzügigen Wasserflächen und sein städtisches Westufer, ein international wirksames Bild.
    Die ost-west-verlaufenden Grünzäsuren trennen die Stadtquartiere voneinander und machen eine attraktive Fuß- und Radwegeverbindung in die Landschaftsräume möglich.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Als Grund- und Leitidee wird vorgeschlagen, die bestehenden und neuen Campusquartiere in einem Ringschluss - "circle line" genannt - zu verknüpfen, in jedem Bereich einen Quartiersplatz an diese Ringverbindung anzuagern, und so alle Teilbereiche der Science City zusammenzubinden. Diesem Ansatz kann das Preisgericht noch folgen. Das strategische Regelwerk, mit dem die Flächen- und Nutzungsaufteilung strikt fakultätsbezogen vorgenommen werden sollen, mutet darüber hinaus etwas kurios an.

    Im städtebaulichen Entwurfskonzept wird der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik ein zu den bestehenden Fakultätsgebaüden günstig gelegener standort zugewiesen. Die im Übrigen exemplarisch augezeigten Baustrukturen zeiigen eingeschränkt brauchbare Baukörperformen und -dimensionen, während die durch sie gebildeten Stadträume teilweise zu weitläufig und zu wenig attraktiv erscheinen.

    [...]

    Grundsätzlich wird die Gliederung der unterschiedlichen Baucluster durch Grünzüge positiv gewürdigt. Es entshen klar definierte Raumkanten und ein ausgeprägtes Rad- und Fußwegenetz zur vernetzung der Hochschhuleinrichtungen, Die Beziehungen zur Isar werden über die Flussbalkone sinnfällig hergestellt. Bedauert wird allerdings, dass für die Ausformung der Grünräume durchgehend ein einheitlicher Gestaltungsduktus gewählt wird, was nicht dazu beiträgt die verschiedenen Nutzungen und spezifischen Charakteristika herauszuarbeiten. Verfehlt ist die Aufweitung des Wiesäckerbaches zu einer Wasserfläche. Neben hydraulischen Problemen und solchen des Eingriffs in gute Bestände würde eine diesem Ort unangemessene Situation entstehen.

    Das Mobilitätskonzept ist zu sehr auf den ausgeprägten „Ringboulevard“ konzentriert. Die ÖV-Erschließung über die ‚circle line‘ ist nicht ausreichend. Die textlich erwähnte, kreuzungsfreie Fahrrad- ‚fast lane´ ist im Plan nicht erkennbar und innerhalb des Campus nicht zielführend. Eine Etappierung des Stellplatzbedarfs ist sinnvoll, die massive Konzentration jedoch fragwürdig. Die westliche Erschließungsstraße führt über Privatgrund und ist möglicherweise nicht realisierbar.

    Insgesamt finden einige Vorschläge in diesem Beitrag durchaus Anerkennung, das strategische Regelwerk, das Nachverdichtungskonzept und die „Denaturierung“ des Grünraums am Wiesäckerbach, sowie die die sich darin befindende Bebauung stoßen aber auf zum Teil erhebliche Bedenken.