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  • DE-81549 München
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174991)

Neubau einer studentischen Wohnanlage an der Chiemgaustraße


  • 1. Preis


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    Architekten
    GEIER·MAASS Architekten·GmbH, Berlin (DE)

    Mitarbeit
    Annette Müller, Georg Hana

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das städtebauliche Konzept fügt sich harmonisch und fast selbstverständlich in die Umgebung ein. Die durchgehende fünfgeschossige Bebauung entlang der Chiemgaustraße nimmt die westliche Raumkante auf und bewirkt mit den angebauten viergeschossigen Baukörpern an der Traunsteiner Straße und Sintpertstraße einen ausreichenden Schallschutz. Das einladende Entrée von der Chiemgaustraße ins Bauquartier wird positiv gesehen. Der davorliegende Baumbestand stärkt das straßenbegleitende Grün. Das neue Quartier zeichnet sich durch Maßstäblichkeit und eine sehr gute Orientierung aus. Die Vorschläge für robuste, aber funktionsfähige gemeinschaftliche Nutzungen zur Chiemgaustraße hin sind der Situation angemessen. Am nördlichen Rand des neuen Quartiers ist die Übergangssituation zum Weißenseepark gestalterisch und hinsichtlich der Abstandsflächen nicht optimal gelöst.

    Die dargestellten Fassaden wirken unaufdringlich und elegant. Sämtliche Apartmentgrundrisse sind gut durchdacht, die zugehörigen Materialvorschläge angemessen und sachgerecht. Einzelne Überecksituationen bei den Apartments werden hinsichtlich des Brandschutzes hinterfragt.

    Ein großzügiger und offener Innenbereich kann gemeinschaftlich von allen genutzt werden. Die direkt den einzelnen Gebäuden zugeordneten intimen Freibereiche ergänzen den gemeinschaftlichen Innenbereich mit halb-privaten Zonen. Die Durchwegung im zentralen Innenbereich kann durch eine West-Ost-gerichtete Fußwegeanbindung ergänzt werden. Die freiräumliche Verbindung zum nördlich angrenzenden Weißenseepark ist konzeptionell angelegt..
    Die Umsetzung in drei Bauabschnitten ist schlüssig nachgewiesen. Die Kompaktheit der Tiefgarage wird positiv bewertet. Baukörperausbildung und ergänzende Vorschläge zur solarenergetischen Nutzung lassen eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftlichkeit erwarten.

    Alle wesentlichen Elemente des Wettbewerbsbeitrags werden der Aufgabenstellung sehr gut gerecht.
    Die Arbeit ist in ihrer Maßstäblichkeit und städtebaulichen Differenziertheit ein sehr guter Beitrag zur gewünschten Aufwertung des Umfeldes.

    EMPFEHLUNG:
    Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, dem Verfasser der mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeit die weiteren Planungsleistungen zu übertragen.
    Bei der weiteren Bearbeitung sollen die Anmerkungen des Preisgerichts berücksichtigt werden.


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