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  • DE-81549 München
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174991)

Neubau einer studentischen Wohnanlage an der Chiemgaustraße


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Modellbauer
    Thomas Egger Modellbau | Frässervice, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bogevischs buero, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser schafft mit den kompakten Baukörpern eine klare städtebauliche Struktur. Ein Riegel an der Chiemgaustraße schottet das Baugebiet vom Lärm ab. Mit einer kammartigen Verzahnung wird eine Verbindung zu der im Norden anschließenden Bebauung hergestellt. Die Setzung der Hochpunkte ist nicht nachvollziehbar. Anstelle der fünfgeschossigen Bauteile im Inneren, die die Mitte verdichten, wäre ein Akzent an der Chiemgaustraße besser vorstellbar. Es wäre wünschenswert gewesen, die Freiflächen entlang der Straßen zu verringern und diese zugunsten des Innenraums zu verlagern.

    Die eigenständige Struktur reagiert nicht auf die östlich und westlich angrenzende Bebauung. Auf den entstehenden Restflächen an der Traunsteiner- und Sintpertstraße werden sinnvollerweise Fahrradabstellmöglichkeiten und PKW-Stellplätze angeboten. Es sind zu wenige Fahrradabstellplätze nachgewiesen.
    Zum Park im Norden wird eine gute Anbindung hergestellt – dies betrifft sowohl die optische Anbindung als auch die Wegeverbindung. Auch in Ost-West-Richtung entsteht eine gute Vernetzung mit der Umgebung.

    Die Freiflächen sind sehr sorgfältig und differenziert überlegt. Es wird bezweifelt, dass der Baumbestand tatsächlich in genanntem Umfang erhalten werden kann. „Urban Gardening“ wird im Ansatz positiv gewertet. Jedoch wird die Gartennutzung auf den Dächern insbesondere im Hinblick auf die studentische Nutzung kontrovers diskutiert.

    Eine Realisierung in vier Bauabschnitten ist sehr gut möglich; der erste Bauabschnitt kann sogar umgesetzt werden, ohne dass ein bestehendes Gebäude abgerissen werden muss.

    Funktional geschickt sind im Erdgeschoß des Riegels Fahrräder, Verwaltung und Gemeinschaftseinrichtungen vorgesehen. Auch die Lage der Kinderkrippe mit Freiflächen nach Westen im Nordosten des Grundstücks ist gut gewählt.
    Die Grundrissgestaltung zeigt detaillierte und qualitätvolle Überlegungen im Apartment und zur Flurausbildung. Überzeugend ist die Lösung des Bindeglieds mit Erschließung und Gemeinschaftsräumen bei den fünf Baukörpern. Der gewählte Apartment-Typ erfüllt im Riegelbau durch die Zonierung und Lüftungsmöglichkeit von Norden gut die Schallschutzanforderungen. Die Fassadengestaltung ist für die Nutzung des studentischen Wohnens sehr gut vorstellbar.

    Die kompakte Bauweise spricht für eine wirtschaftliche Umsetzung des Projekts. Ebenso ist die Anordnung der Tiefgarage sehr gut und wirtschaftlich gelöst.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen sehr guten Beitrag zur Lösung der Aufgabe insbesondere mit Augenmerk auf die Schallschutzproblematik dar.


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