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© Stefan Müller
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  • DE-13587 Berlin
  • Realisiertes Projekt

Maselakepark


Projektbeschreibung:
Mit der Wasserstadt Berlin-Oberhavel wird seit Beginn der 90er Jahre ein ehemals gewerblich genutztes Gebiet zu einem städtischen Quartier für Wohnen, Arbeiten und Freizeit umgebaut. Die Lage am Ufer der Havel macht den eigentlichen Reiz des Areals aus und ist auch bestimmender Faktor für den neuen Park, der die Uferlinie des Nordhafenkanals und der Maselakebucht über eine Länge von 1100 Metern begleitet und einen Teil des Haveluferwegs der Wasserstadt Spandau bildet. Vorgefundene Potenziale... +
Mit der Wasserstadt Berlin-Oberhavel wird seit Beginn der 90er Jahre ein ehemals gewerblich genutztes Gebiet zu einem städtischen Quartier für Wohnen, Arbeiten und Freizeit umgebaut. Die Lage am Ufer der Havel macht den eigentlichen Reiz des Areals aus und ist auch bestimmender Faktor für den neuen Park, der die Uferlinie des Nordhafenkanals und der Maselakebucht über eine Länge von 1100 Metern begleitet und einen Teil des Haveluferwegs der Wasserstadt Spandau bildet. Vorgefundene Potenziale bilden die Grundlage des Entwurfs und werden durch gezielte landschaftsarchitektonische Eingriffe herausgearbeitet. Hierbei wird jeweils spezifisch auf die städtebauliche und landschaftliche Situation reagiert.
Eine großzügige Promenade erinnert als befestigte Wasserkante am Südrand des Parks an den historischen Verlauf des Spandauer Festungsgrabens sowie die ehemalige industrielle Nutzung des Nordhafens. Das vorhandene Natursteinpflaster wurde wieder eingebaut, unterbrochen durch großformatige Betonplatten, die den charakteristischen Verlauf des Hafenbeckens nachzeichnen. Die vorhandene Spundwand wurde eingekürzt, so daß ein abgesenkter, wassernaher Holzsteg als Teil der Nordhafenpromenade entsteht. Der Geländesprung wird durch eine Mauer aus Betonelementen abgefangen. Die Mauer wird in Teilbereichen in Sitzstufen aufgelöst; integrierte Treppen führen zum Hafensteg hinunter. Entstanden ist ein exponierter, sonniger Ort, der einlädt, am Wasser zu verweilen und dem Hafentreiben zu zuschauen. Den Abschluss bildet der Havelbalkon, der sich wie ein Schiffsbug auf das Wasser hinaus schiebt. Zugleich Landmark und Aussichtspunkt, öffnet er den Blick auf die Weite der Havellandschaft und die gegenüber liegende Wohnbebauung der Havelspitze.
Die weiche Uferböschung mit dem eindrucksvollen Bestand an Erlen- und Weidenbäumen der südlichen Maselakebucht wird als landschaftliches Ufer ausgebildet. Leicht modellierte Wiesenflächen formulieren abwechslungsreiche Uferbereiche mit unterschiedlicher Böschungsneigung, Schilfpakete werden dem Ufer vorgelagert.
Ein grüner Gehölzsaum zeichnet die Ränder des angrenzenden Quartiers nach. Strauchpflanzungen aus Weiden bilden klar definierte Raumgrenzen, die den Maselakepark unabhängig von der weiteren Entwicklung der Baufelder funktionsfähig macht. Ausgespart wurde ein grosses rechteckiges Feld, das noch der Bebauung harrt.

Gewässerfronten sind beliebte Bereiche, die die Attraktivität und Lebensqualität einer Stadt erheblich steigern können. Berlin hat besonders viele Wasserflächen. An ihrer Zugänglichkeit wird seit den 1920er Jahren, angestoßen durch den damaligen Stadtrat Martin Wagner, gearbeitet. Hier in Spandau wurde eine weitere Wasserlage erschlossen, wovon die ganze Stadt profitiert. -


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    Awards / Auszeichnungen Deutscher Landschaftsarchitektur Preis 2009 [Würdigung]
    Baubeginn 01/1970
    Fertigstellung 08/2007
    Gebäudetyp Park-, Grünanlagen
    Projektgröße
    Baugrundstück 43.000 m2
    Projektadresse DE-13587 Berlin
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 18.08.2009
Zuletzt aktualisiert 18.12.2015
Projekt-ID 5-23591
Seitenaufrufe 2377

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