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  • DE-10117 Berlin
  • Realisiertes Projekt

Otto Bock Science Center für Medizintechnik


Projektbeschreibung:
Ein neues Gebäude präsentiert sich im Zentrum des neuen Berlins – das Science Center Medizintechnik am Potsdamer Platz. Der Neubau ist die Hauptstadtrepräsentanz des in Duderstadt ansässigen Medizintechnikunternehmens Otto Bock HealthCare GmbH. In einem interdisziplinären Planungs- und Gestaltungsprozess zwischen dem Bauherren Otto Bock, dem Architektenteam Gnädinger und den Mediengestaltern Art+Com entstand die weltweit erste und einzigartige Bühne zum Thema Bewegung. Eine Ausstellung lädt... +
Ein neues Gebäude präsentiert sich im Zentrum des neuen Berlins – das Science Center Medizintechnik am Potsdamer Platz. Der Neubau ist die Hauptstadtrepräsentanz des in Duderstadt ansässigen Medizintechnikunternehmens Otto Bock HealthCare GmbH. In einem interdisziplinären Planungs- und Gestaltungsprozess zwischen dem Bauherren Otto Bock, dem Architektenteam Gnädinger und den Mediengestaltern Art+Com entstand die weltweit erste und einzigartige Bühne zum Thema Bewegung. Eine Ausstellung lädt Besucher ein, „zu begreifen, was uns bewegt“. Der Eintritt ist kostenlos.

Ausgehend von der Idee menschlicher Muskelfasern, entwickelte das verantwortliche Berliner Büro Gnädinger Architekten für die Bauaufgabe eine amorphe, abstrahierte Fassade, die das sechsgeschossige Stahlbetonskelett mit rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche dynamisch umhüllt. Hinter der extravaganten Oberfläche mit konvex und konkav zulaufender Linienführung, dienen drei Ebenen auf 500 Quadratmetern als Ausstellungsflächen, die vierte Ebene den Schulungs- und Konferenzräumen sowie die oberste Etage als Dialogplattform für die interdisziplinäre Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten, Therapeuten, Orthopädie-Technikern und Herstellern.

Die Außenwand, eine expressive Aluminium-Glas-Fassade, beschreitet für die Stadt Berlin einen ungewohnten Weg und liefert eine Art Akupunktur neuer Architektur inmitten steinerner Berliner Bautradition und gläserner Moderne. In unmittelbarer Nachbarschaft der Berliner Bauten von Richard Rogers, Renzo Piano, Helmut Jahn, Hans Kollhoff bis gmp beweist der kompakte Baukörper seine selbstbewusste Eigenständigkeit. In architektonischer Gestaltung sollten High Tech und Natur in harmonischer Weise zusammenfließen. Organisch verformte weiße Fassadenbänder umspannen den abgerundeten Baukörper nach dem Vorbild menschlicher Muskelfasern, eine Metapher für die Nachbildung komplexer biologischer Prozesse und Strukturen.

Auf der Nord- und Westfassade läuft über 12 Meter Höhe der so genannte „Walker“, eine Bewegungssimulation aus 15 Lichtpunkten, die das Thema „Gehen“ visuell in den Stadtraum trägt. Die 15 Punkte bezeichnen die zentralen Gelenke des Körpers, durch deren Bewegungsablauf Körperbau, Geschlecht und Befindlichkeit des Läufers erkennbar ist.

Der Innenausbau wurde im Sinne des Auftraggebers konsequent minimalistisch umgesetzt. Die Oberflächen sind weiß, am Boden gibt es silbergraue Naturstein- bzw. Teppichbeläge. Auch die Möbel und Ausstellungsobjekte sind überwiegend weiß. Am Kern kontrastieren dazu farbige Glaspaneele, die mit den integrierten TV-Monitoren zudem als Informationsträger dienen. Im Aufzug und an einigen ausgewählten Stellen setzen dunkle Edelholzpaneele atmosphärische Akzente. Die Beleuchtung übernehmen frei verteilte runde Lichtfelder in verschiedenen Größen und Höhen, die sogenannten „light-cells“. Die zentrale, dreigeschossige Stahltreppe im Ausstellungsbereich wurde als riesiges, skulpturales Lichtobjekt gestaltet. Ihre mit transluzenter Folie bespannte Untersicht ist komplett hinterleuchtet.

Besonderen Wert wurde an diesem prominenten Standort auch auf ein dynamisches Lighting Design mit starker Außenwirkung gelegt. Die Medieninstallationen, gestaltet von den Berliner Mediengestaltern ART+COM, setzen das Gebäude förmlich in Bewegung: In die Fassadenbleche integrierte, computergesteuerte LED Lichtpunkte animieren zwei haushohe und von weitem sichtbare virtuelle „Walker“. Im Eingangsbereich versinnbildlicht eine kinetische Skulptur in der Form eines riesiges Pendels, bestückt mit interaktiven Bildschirmen, die Logik menschlichen Greifens. Unter dem Eingangsvordach dient ein geschwungenes LED Band als dynamisches Infomedium für die Passanten. [Otto Bock HealthCare GmbH] -


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    Baubeginn 18.04.2008
    Fertigstellung 31.05.2009
    Gebäudetyp Forschungseinrichtungen, Laborgebäude (Neubau)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) 1.845 m2
    Baugrundstück 845 m2
    Projektadresse Ebertstrasse 15a
    DE-10117 Berlin
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INFO-BOX

veröffentlicht am 05.03.2010 von Katja Schilder
Zuletzt aktualisiert 25.08.2011 von Katja Schilder
Projekt-ID 36250
Seitenaufrufe 604

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