Das Grundstück der KIST-Forschungsgesellschaft befindet sich auf dem Gelände der Universität Saarbrücken und bildet die Eingangssituation zum östlichen Universitätsgebiet. Ein sanfter Hang und der umgebenden Wald charakterisiert die Lage. Für die verschiedenen Funktionen des Instituts haben KSP Jürgen Engel Architekten einzelne Gebäude konzipiert, die über einen in die Grundstückstiefe reichenden Riegel untereinander verbunden sind. Sie sind auf dem Grundstück so angeordnet, dass der natürliche Geländeverlauf weitgehend erhalten werden und der Baumbestand in das Freiraumkonzept einbezogen werden konnte. Nach dem Vorbild des traditionellen koreanischen Hauses (Hanok) haben die Architekten einfache, funktional und technisch optimierte Gebäude entworfen. Dieser Bautyp, der in seiner Maßstäblichkeit auf die kleinteilige Bebauung der Umgebung Rücksicht nimmt, stellt Technik, Natur und den Menschen in einen harmonischen baulichen Zusammenhang.
Am 30.4.2010 findet in Saarbrücken in Anwesenheit Saarländischen Ministerpräsident Peter Müller und weiteren Ehrengästen wie dem Botschafter der Republik Korea, Tae-Young Moon, dem Minister für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes, Dr. Christoph Hartmann (vertreten durch Peter Hauptmann), dem Präsidenten der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Volker Linneweber, dem KIST Präsidenten, Prof. Dr. Hong Thomas Hahn, dem KIST Europe Institutsleiter, Kwang Ho Kim und einem Vertreter des Ministry of Education, Science and Technology of Korea, die feierliche Einweihung für die Erweiterung des Forschungsinstituts „KIST Europe“ statt. Mit der Planung ist das international renommierte Frankfurter Büro KSP Jürgen Engel Architekten beauftragt, das bereits den ersten Bauabschnitt der Forschungseinrichtung im Jahr 2000 realisierte. Mit der insgesamt 2.000 m² großen Erweiterung durch zwei weitere Institutsgebäude entstehen neue Labore und zusätzliche Büroflächen.
Forschen im Grünen
Das Grundstück der KIST-Forschungsgesellschaft befindet sich auf dem Gelände der Universität Saarbrücken und bildet die Eingangssituation zum östlichen Universitätsgebiet. Ein sanfter Hang und der umgebenden Wald charakterisiert die Lage. Für die verschiedenen Funktionen des Instituts haben KSP Jürgen Engel Architekten einzelne Gebäude konzipiert, die über einen in die Grundstückstiefe reichenden Riegel untereinander verbunden sind. Sie sind auf dem Grundstück so angeordnet, dass der natürliche Geländeverlauf weitgehend erhalten werden und der Baumbestand in das Freiraumkonzept einbezogen werden konnte. Nach dem Vorbild des traditionellen koreanischen Hauses (Hanok) haben die Architekten einfache, funktional und technisch optimierte Gebäude entworfen. Dieser Bautyp, der in seiner Maßstäblichkeit auf die kleinteilige Bebauung der Umgebung Rücksicht nimmt, stellt Technik, Natur und den Menschen in einen harmonischen baulichen Zusammenhang.
Weiterbauen
Von Beginn an sollte ein erweiterbarer Instituts-Campus geschaffen werden, der Platz für weitere Institutsneubauten lässt und dennoch vom ersten Bauabschnitt an als Campus erkennbar sein sollte. Jetzt nach der Errichtung der zwei Institutsneubauten wird dieses architektonische Konzept immer deutlicher. Die kleinteilige Gebäudestruktur und das Volumen der Erweiterungsbauten beziehen sich auf die Bestandsbauten und fügen sich zu einem harmonischen Ensemble zusammen. Auch der zweite Bauabschnitt wurde so geplant, dass der Campus in späteren Schritten nochmals erweitert und komplettiert werden kann.
Flexibilität in der Nutzung
Für beide Neubauten sind unterschiedliche Nutzungen vorgesehen. In dem zum Stuhlsatzenhausweg orientierten Gebäude befinden sich Büros, eine Cafeteria sowie Vorlesungs- und Seminarräume. In der rückwärtigen Institutserweiterung sind Labore und Werkbereiche untergebracht. Die Labore werden als chemisch-biologische Labore, die Werkräume als physikalische Arbeitsräume ausgebaut. Die gesamte Planung der Büro-, Labor- und Werkräume erfolgt zunächst nutzerneutral mit der allgemein notwendigen Infrastruktur. Der weitere Ausbau wird nach den Vorgaben und in Abstimmung mit den zukünftigen Nutzern entstehen.
Weiterentwicklung einer Idee
Die Fassadengestaltung nimmt die Architektursprache der bereits bestehenden Institutsbauten auf und entwickelt diese weiter. Entsprechend den Nutzungen ergibt sich so ein differenziertes Bild. In die massiven, weiß verputzten Baukörper, die in Stahlbetonbauweise errichtet wurden, werden vor- und rückspringende, horizontale Fensterbänder eingeschnitten. Sie gliedern den Baukörper plastisch. Im Erdgeschoss des Büropavillons öffnet sich die neue Cafeteria mit einem großen Fenster zum Stuhlsatzenhausweg hin. Die gläserne Verbindung zwischen den beiden Häusern ist durch ihre vollflächige Verglasung transparent und betont die Eigenständigkeit der zwei unterschiedlich genutzten Baukörper (Büro- und Laborneubau).