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  • DE-72160 Horb am Neckar
  • Realisiertes Projekt

Neubau Fußgängersteg Horb am Neckar


Projektbeschreibung:
Allgemeine Baubeschreibung:

Im Rahmen des Grünprojekts im Jahr 2011 ist die Schaffung eines durchgehenden Aufenthalts- und Erlebnisbereiches am Neckar geplant. Um die Uferzonen durchgängig erlebbar zu machen, wird ein Fußweg entlang des Neckars angelegt. Ein Teil dieser Verbindung stellt der Steg von der Inselspitze des Flöserwasen zum westseitigen Ufer des Mühlkanals, direkt an der Einleitung aus dem Neckar, dar. Er schließt die neue Fußwegeverbindung entlang des Neckarnordufers zwischen... +
Allgemeine Baubeschreibung:

Im Rahmen des Grünprojekts im Jahr 2011 ist die Schaffung eines durchgehenden Aufenthalts- und Erlebnisbereiches am Neckar geplant. Um die Uferzonen durchgängig erlebbar zu machen, wird ein Fußweg entlang des Neckars angelegt. Ein Teil dieser Verbindung stellt der Steg von der Inselspitze des Flöserwasen zum westseitigen Ufer des Mühlkanals, direkt an der Einleitung aus dem Neckar, dar. Er schließt die neue Fußwegeverbindung entlang des Neckarnordufers zwischen Dammbrücke im Westen und Florianstraße im Osten der Innenstadt.

Der Steg nimmt den Schwung des nordseitigen Uferweges auf und endet auf der Inselspitze in einer Platzsituation. Er ermöglicht hier an dieser besonderen Stelle den Blick über den malerischen Mühlkanal in Richtung Innenstadt als auch auf die große ruhige hoch liegende Wasserfläche des Neckars, bevor die Wassermassen am benachbarten Klappwehr 6 Meter herabstürzen und der Fluss seinen Charakter wieder ändert.

Ziel des Entwurfs war es, ein Bauwerk zu schaffen, das sich möglichst dezent in die eindrucksvolle Umgebung einfügt, ohne die Anforderungen an die Hochwassersicherheit zu vernachlässigen. Die Konstruktion des Steges ist auch deshalb einfach, ruhig und leicht gehalten. Sie nimmt sich in der Gestaltung möglichst zurück und liegt auf einem Niveau mit den umgebenden Wege- und Platzflächen und damit nah am Wasser.
Das bedeutet, die Brücke wird nicht wie üblich hochwasserfrei gebaut. Die nachfolgend beschriebene Bauweise geht von einer Überflutung des Steges bereits bei einem Hochwasser HQ20 aus. Daher war es auch aus wasserrechtlichen Gründen erforderlich, beim Entwurf auf eine möglichst geringe Versperrung des Flussquerschnittes durch die Überbaukonstruktion zu achten: z.B.möglichst geringe Bauhöhe, abnehmbares Geländer oder strömungsoptimierten Profilen. Aufgrund der Brückenlänge und dem Wunsch nach einer geringen Bauhöhe wurde eine Mittelunterstützung vorgesehen. Dies kommt auch der leichteren Montierbarkeit entgegen, da der Überbau in Teilen gefertigt und dann mit leichteren Transportfahrzeugen angeliefert werden kann.

Bauwerksgestaltung:
Das Brückenbauwerk ist 2m breit. Die Brückenlänge beträgt ca. 26m. Die Brücke soll dem Charakter nach nicht als massives Bauwerk, sondern als einfacher Steg empfunden werden. Daher wurde ein möglichst schlanker Überbau aus Stahl gefertigt. Als Lauffläche wurde eine Gitterrostabdeckung hergestellt, die im Gehbereich vollflächig mit einem farblich abgestimmten Kunststoffbelag verfüllt ist. Der Hauptträger besteht aus einem mittig angeordneten Torsionsrohr mit aufgeschweißtem Deckblech und angeschweißten Tragrippen. Das Deckblech soll eine horizontale Steifigkeit gegen Wasserdruck bei Überflutungen erzeugen.

Der Steg beginnt auf der Inselspitze unmittelbar hinter der vorhandenen Ufermauer, die zu der im Neckar vorhandenen Wehranlage gehört. In die Ufermauer ist das Widerlager integriert. In der westlichen Uferböschung wird ein Widerlager angeordnet, das sich mit relativ niederen Flügelwänden in die Uferzone einfügt und den dort vorgesehenen gekrümmten Wegeverlauf aufnimmt. Der Gitterrostbelag wird aus gestalterischen Gründen jenseits des Widerlagers weitergeführt und dort auf eine daran anschließende Stahlträgerkonstruktion aufgesetzt. Das Geländer ist einfach gehalten und kann bei Hochwasserwarnung demontiert werden. Dazu werden an den Tragrippen Hülsen angeschweißt, die die Geländerpfosten aufnehmen.


Kenndaten:

Bauart: Durchlauf-Balkenbrücke mit mittigem Stahlhauptträger auf
Zwischenstützung. 2-Feld-System
Brückenklasse DIN/ Fußwegbrücke, Lasten nach DIN FB101
Kreuzungswinkel: Ca 48 Grad zur Mühlkanalachse
Einzelstützweiten/Gesamtlänge: Ca 13,3 / 13,3m
Breite zwischen den Geländern: 2,00 m
Brückenfläche: 52 m², mit Widerlagern ca 65m2
Gründung: Pfahlgründung mit Ortbetonbohrpfählen
Die Mittelstütze ist in Kanalmitte mittels Flachgründung
gegründet.
Unterbauten: Die Widerlager bestehen aus einer massiven Ortbetonkonstruktion
Überbau: Hauptträger aus mittigem Torsionsrohr mit angeschweißten Rippen,
Deckblech und Gitterrostbelag
Lager: Horizontal quer fest, längs verschieblich, Mittelauflager allseits
fest, Lagerung auftriebsicher, Lagerung mittels Stahlbauteilen
Übergangskonstruktion: Offene Fuge
Abdichtung/Belag: Gitterrostabdeckung, teilweise ausgefüllt mit Kunststoff, Abdichtung
nicht erforderlich
Entwässerung: Keine, direkter Ablauf in Vorfluter
Absturzsicherung: Sondergeländer als Pfosten-/Holmgeländer mit Horizontalfüllungen
(Netz mit Rohrrahmen), Geländer in Abschnitten herausnehmbar. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Fertigstellung 05/2010
    Gebäudetyp Brücken (Neubau)
    Projektadresse DE-72160 Horb am Neckar
  • Karte

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  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 22.06.2010
Zuletzt aktualisiert 22.06.2010
Projekt-ID 43744
Seitenaufrufe 984

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