Das Grundstück liegt im B-Plan-Gebiet „ Elbbahnhof/ Südliches Stadtzentrum“ von Magdeburg. Die Lage der geplanten Bebauung ist durch eine Baulinie zum neuen Stadtplatz hin festgelegt und nimmt diese in der Erdgeschosszone auf. Die Ostseite - zur Elbpromenade - liegt in einer Gebäudeflucht mit den benachbarten historischen Flachspeichern.
Mit seiner Lage, in gedachter Verlängerung der Keplerstraße, Vis-á-vis zur historischen Eisenbahn-hubbrücke direkt an der Elbpromenade bildet das...
Das Grundstück liegt im B-Plan-Gebiet „ Elbbahnhof/ Südliches Stadtzentrum“ von Magdeburg. Die Lage der geplanten Bebauung ist durch eine Baulinie zum neuen Stadtplatz hin festgelegt und nimmt diese in der Erdgeschosszone auf. Die Ostseite - zur Elbpromenade - liegt in einer Gebäudeflucht mit den benachbarten historischen Flachspeichern.
Mit seiner Lage, in gedachter Verlängerung der Keplerstraße, Vis-á-vis zur historischen Eisenbahn-hubbrücke direkt an der Elbpromenade bildet das Gebäude den städtebaulichen Auftakt am neu entstandenen Stadtplatz.
Auf der Südseite zum Stadtplatz wurde durch eine gestaltete Wand, die sich aus der Erdgeschosszo-ne (gleiches Fassadenmaterial) weiterentwickelt, der Stellplatzbereich im Innenhof optisch gefaßt. Die dahinter befindlichen Stellplätze werden durch eine Bedachung geschützt. Zum Gehweg wurde die Wandscheibe aus geschlossenen und geöffneten Bereichen mit Rankgittern ausgebildet, sodass der Blick nicht ganz gebrochen wird und die Verbindung zwischen dem Baukörper und dem Außenraum für die Passanten nachvollziehbar bleibt. Dies ist besonders wichtig, um die gewünschten denkmal-pflegerischen Bezüge zum Elbebahnhof durch Durchblicke zu den historischen Flachspeichern und dem Erhalt einiger Gleisanlagen zu unterstreichen. Das historische Gleis, welches sichtbar über den Stadtplatz verläuft, wird auf dem Grundstück fortgesetzt.
Der Zugang zum Gebäude befindet sich neben der Zufahrt in der Süd-West-Ecke des Erdgeschosses und ist über eine Rampe barrierefrei und überdacht erreichbar. Vom Hauseingang werden über das Treppenhaus, indem auch ein Aufzug integriert ist, die 3 Obergeschosse als 4-Spänner erschlossen.
Der Baukörper formt sich aus einem an die Baugrenze anlehnenden kantigen Erdgeschoss und den darauf aufgesetzten geschwungenen Obergeschossen. Entsprechend der Typologie des B-Plans ist eine Mischnutzung geplant. Dies wird im Besonderen im Baukörper zum Ausdruck gebracht durch den markanten Wechsel der Kubatur zwischen Erdgeschoss und Obergeschossen. Des Weiteren wird mit den unterschiedlich ausgerichteten Fassaden eine stadträumliche Verbindung geschaffen. Die Fassa-den des Erdgeschosses und die weitergeführte Einfriedung der Stellplätze bildet die bauliche Fassung des Stadtplatzes.
Die geschwungene Südfassade der Obergeschosse leitet den Blick weiter und nimmt Bezug auf zur Achse der Altstadt in der Keplerstraße. Die Ostfassade gibt, vom Rothehornpark und der Sternbrücke gesehen, den Blick frei auf das Domviertel. Mit dem Absatz zwischen Erdgeschoss und Obergeschossen an der Nord-Ost-Ecke vermittelt der Baukörper in den Dimensionen zwischen den historischen Flachspeichern und den südlich folgenden Baufeldern, die mehrgeschossig bebaut werden sollen.
Die Nutzungen sind, wie die wechselnde Kubatur zwischen dem Erdgeschoss und den Obergeschos-sen, getrennt. Im Erdgeschoss ist ein Cafe zum Stadtplatz und zur Promenade ausgerichtet. Ebenso hat hier eine Büroeinheit hinter großflächiger Verglasung ihre Räumlichkeiten. Diese Zone bildet zu dem öffentlichen städtischen Bereich den gewerblichen Sockel.
Die Obergeschosse, mit Ausnahme von 2 Büros im 1.OG, sind mit 10 Wohnungen gefüllt. So liegen die privaten Bereiche angehoben und abgegrenzt vom städtischen Trubel. Zu jeder Wohnung in den Obergeschossen gehört eine große Loggia. Die Loggien wurden bewusst als Einschnitte und Ausspa-rungen in der geschwungen Wandfläche gesetzt und sind ein wesentliches Gestaltungsmerkmal des Gebäudes. Die auskragenden Balkone wurden ebenfalls in ihrer Richtung zueinander versetzt und unterstreichen damit die Dynamik des oberen Baukörpers auf dem „ruhigen und kantigen“ Sockel. Die Fenster sind in den Obergeschossen raumhoch und variieren im Format in einfacher, doppelter oder dreifache Breite. Die Absturzsicherungen sind aus VSG-Glas vor dem Öffnungsflügel montiert. In der gleichen Höhe sind ebenfalls die Balkone durch eine VSG-Verglasung eingefasst, so dass in Art und Form dieses Glaselement wiederkehrt.
Die Fassade der Erdgeschosszone ist als Klinkerfassade ausgeführt. Der helle Farbton orientiert sich an den gelblichen Ziegeln der historischen Eisenbahngebäude. Die Bereiche des Cafes an der Stadt-platzecke und der Elbpromenade sowie der Büroteil erhalten durch großflächige Verglasungen einen weiten Ausblick auf die Elbe.
Die Obergeschosse sind mit einem abgestuften helleren Farbton zum Erdgeschoss als schlichte Putzfassade ausgeführt. Zu den Loggien und Terrassen gibt es jeweils ein großes Hebe-Schiebe-Element aus Aluminium, um das dahinterliegende Zimmer jeweils ganz zu öffnen. Die Umwehrungen der Balkone sind in VSG-Glas gehalten und sitzen aus Gründen der klaren Linienführung umlaufend auf der Außenkante. Die eigentliche Absturzsicherung mit Handlauf liegt nach Innen versetzt. Die Terrassen des 1. Obergeschosses erhalten nur einen Handlauf und keine Verglasung.