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  • DE-12559 Berlin
  • Realisiertes Projekt

Neubau von 5 Wasserrettungsstationen und 4 Wasserrettungstürmen


Projektbeschreibung:
Neubau von 5 Wasserrettungsstationen und 4 Wasserrettungstürmen an 8 Standorten :
- Wannsee
- Kleiner Wannsee
- Müggelsee
- Kleiner Müggelsee
- Sedinsee
- Zeuthener See


Das Bauvorhaben umfasst den Neubau von fünf Wasserrettungsstationen und vier Wasserrettungstürmen an acht verschiedenen Standorten in Berlin. Auftraggeber sind der Arbeiter-Samariter-Bund und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Landesverbände Berlin e.V. Die Notwendigkeit für die Neubaumaßnahmen lag im schlechten Zustand... +
Neubau von 5 Wasserrettungsstationen und 4 Wasserrettungstürmen an 8 Standorten :
- Wannsee
- Kleiner Wannsee
- Müggelsee
- Kleiner Müggelsee
- Sedinsee
- Zeuthener See


Das Bauvorhaben umfasst den Neubau von fünf Wasserrettungsstationen und vier Wasserrettungstürmen an acht verschiedenen Standorten in Berlin. Auftraggeber sind der Arbeiter-Samariter-Bund und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Landesverbände Berlin e.V. Die Notwendigkeit für die Neubaumaßnahmen lag im schlechten Zustand der bestehenden Stationen aus den 50er Jahren.
.
Die Stationen wurden mit unterschiedlichen Anforderungen aus Topografie, Baugrund und Landschaftsschutz errichtet. Die Flexibilität des Entwurfs ermöglicht diese besonderen Anforderungen durch Modifizierung von Gründung und Aufständerung. Auf die Bedürfnisse der Nutzer der einzelnen Standorte kann durch spezifische Auswahl der modularen Ausbauelemente und der Fassadenvarianten eingegangen werden.

Für die Wasserrettungsstationen und Rettungstürme an den Gewässern um den Großen Müggelsee und des Wannsees wurde bei der Planung auf eine einheitliche formale Behandlung der Baukörper Wert gelegt. Nicht nur ökonomische Gründe waren dafür ausschlaggebend, eine eindeutige Signalwirkung und Orientierungsmöglichkeit für Hilfesuchende durch ein einheitliches Erscheinungsbild der Bauten war das Ziel der Planung.
Die Stationen und Türme sind kubisch gehalten und stehen so im Dialog mit ihrer natürlichen Umgebung. Die Große Station Rahnsdorf als „Mutter der Wasserrettung“ ist aus diesem Grund aus Modulen von drei kleinen Stationen zusammengefügt. In der großen Station können 20 Personen und in den vier kleinen Stationen je acht Personen beherbergt werden

Die Wasserrettungsstationen sind eine funktionelle Einrichtung - der Gemeinschaftsbereich ist als zentraler Raum für den Wachleiter (Funk, Telefon, Buchführung usw.), als Tagesaufenthalt der Einsatzkräfte und für die Einnahme der Mahlzeiten bestimmt. Eine zugehörige Küche ist zur Versorgung vorgesehen. Der Sanitätsraum ist zur Erstversorgung von Verunglückten mit entsprechender medizinischer Ausrüstung ausgestattet. Weiterhin ist eine Lagerfläche für die Unterbringung der Tauchmittel, des Bootszubehörs, der Werkzeuge und der Nasskleidung vorhanden. Der Umfang dieser Räume ist standortabhängig.
In der großen Station in Rahnsdorf wird der Technikraum für die Hauswasserversorgung und die Heizung genutzt, bei den kleinen Stationen ist lediglich eine Hauswasserversorgung vorgesehen.
In den Schlafräumen werden die Einsatzkräfte untergebracht, die mindestens zwei bis drei Tage, hauptsächlich an den Wochenenden von Mai bis Oktober, im Einsatz sind.

Die Wasserrettungsstationen sind Stahl- oder Holzskelettbauten mit einem hohen Grad an Vorfertigung. Die Gebäude entstanden als Kleinserie, die eine komplette Vorfertigung der konstruktiven Hülle und sich wiederholender Ausführungsdetails ermöglichte und somit die Baukosten und Bauzeit reduziert werden konnten.

Die Außenwände und der Fußboden haben eine Installationsebene. Hier wurden neben der Haustechnikinstallation, ähnlich wie beim Schiffsbau, Schrank- und Revisionsflächen sowie Nischen für integriertes Mobiliar angeordnet. Eine vielfältig nutzbare zweite Hülle ist Teil der vorfabrizierten Bauweise, modular variabel und Raum sparend. Die Außenverkleidung des Bodens ist aus schwerentflammbaren Materialien ausgebildet.

Die Stirnseiten der Stationen sind ganzflächig verglast, hier befinden sich die Eingänge. Landseitig und wasserseitig erfolgt der Zugang über Treppenstufen - stationär oder mobil. Diese Fensterflächen an der See- und an der Landseite sind mit klappbaren Elementen versehen. Sie sind Teil der schützenden Außenhülle und werden als Schiebeelemente ausgebildet. Ein zusätzlicher Sonnenschutz kann je nach Standort in die Fassade integriert werden.
Um Vandalismusschäden vorzubeugen, wurden die Stationen an einigen Standorten zusätzlich mit einem vor die Holzfassade gehängtem Rankgerüst aus Doppelstabmatten verkleidet, sodass die Bauten mit Rankpflanzen begrünt werden können. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Baubeginn 2008
    Fertigstellung 2009
    Gebäudetyp Feuerwehr, Rettungswesen (Neubau)
    Projektadresse DE-12559 Berlin
  • Karte

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INFO-BOX

veröffentlicht am 28.07.2010 von Katja Schilder
Zuletzt aktualisiert 23.08.2010 von Gunnar Schüssler
Projekt-ID 43912
Seitenaufrufe 1537

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