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  • DE-65760 Eschborn
  • Realisiertes Projekt

The Cube - Neue Zentrale der Deutschen Börse


Projektbeschreibung:
Die neue Zentrale der Deutschen Börse bei Frankfurt am Main (Eschborn) ist am Donnerstag, den 4. November, nach einer äußerst kurzen Planungs- und Bauzeit von knapp zwei Jahren feierlich eröffnet worden. Der Neubau wurde im Auftrag der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH und der Lang & Cie. Real Estate AG errichtet. Der Entwurf für das rund 90 Meter hohe Bürogebäude stammt von dem international tätigen Architekturbüro KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt am Main.... +
Die neue Zentrale der Deutschen Börse bei Frankfurt am Main (Eschborn) ist am Donnerstag, den 4. November, nach einer äußerst kurzen Planungs- und Bauzeit von knapp zwei Jahren feierlich eröffnet worden. Der Neubau wurde im Auftrag der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH und der Lang & Cie. Real Estate AG errichtet. Der Entwurf für das rund 90 Meter hohe Bürogebäude stammt von dem international tätigen Architekturbüro KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt am Main. Aufgrund seiner nachhaltigen Gebäudekonzeption wurde die Konzernzentrale der Deutschen Börse als erstes Hochhaus in Deutschland erhält mit der LEED-Platin Zertifizierung, der höchsten Kategorie des US Green Building Councils, ausgezeichnet. Der Nachhaltigkeitsstandard „Leadership in Ener-gy and Environmental Design“, kurz LEED genannt, definiert eine Reihe von Kriterien für Ressourcen schonendes Bauen und gilt als international etabliertes Klassifizierungssystem für umweltfreundliche Gebäude.

Markanter Architektur schafft ein identitätsstiftendes Bauwerk
Blickfang des Gebäudes ist die 83 Meter hohe Eingangshalle. Sie verbindet über acht Brücken und elf Stege die beiden, sich gegenüberliegenden L-förmigen Hochhäuser miteinander. Die beiden 21-geschossigen Baukörper stellen auf einer Bruttogeschoss-fläche (BGF) von rund 56.000 m² Raum für mehr als 2.000 Arbeitsplätze zur Verfügung. „Unser Ziel war es, ein markantes und identitätsstiftendes Bauwerk zu schaffen, dass stellvertretend für das Unternehmen Deutschen Börse steht“, so der Architekt Jürgen Engel. Die neue Zentrale der Deutschen Börse soll die Unternehmenswerte wie Transparenz, Standfestigkeit, Stärke und Nachhaltigkeit verkörpert. Das Gebäude markiert weithin sichtbar den neuen Standort der Deutschen Börse.

Zentrale der Deutschen Börse übertrifft höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit
Der kompakte Kubus ermöglicht nicht nur kurze Wege innerhalb des Hauses, sondern schafft durch seine minimierte Hüllfläche ideale Voraussetzung für ein energieeffizientes Gebäude. Als „Green Building“ verfügt die Zentrale der Deutschen Börse über modernste Techniken zur Minimierung des Energieverbrauchs. Zu den Besonderheiten des Bauwerks zählen zwei hausinterne Biogas-Blockheiz-kraftwerke, eine hoch effiziente Wärmerückgewinnung sowie eine intelligente Gebäudeautomation (z.B. Sonnenschutz, Beleuchtung). Hinzu kommen der Einsatz regenerativer Energien, die Erzeugung von Kälte mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sowie Baustoffe aus der Region mit einem hohen Recycling-Anteil. Eine Solaranlage trägt zur Deckung des Warmwasserbedarfs bei. Die beiden Blockheizkraftwerke, die rund 60 Prozent des eigenen Strombedarfs decken, produzieren vor Ort und damit ohne Transportverluste Strom und Wärme. Der Primärenergiever-brauch des Gebäudes liegt deutlich unter den im Voraus berechneten 150 kWh/m2 jährlich.

Offenes Architekturkonzept ermöglicht große Transparenz
Das transparente, offene Gebäude ermöglicht vielfältige Ein- und Ausblicke. Die Ge-bäudehülle mit den charakteristischen Kastenfenstern erzeugt ein transparentes Er-scheinungsbild und schafft zudem durch natürliche Belichtung bestmögliche Arbeitsbedingungen. Haushohe, gläserne Einschnitte, die als „Landschaftsfenster“ Ausblicke in den Taunus und auf die Umgebung erlauben, belichten die 83 Meter hohe Eingangshalle. „Die gestalterische Herausforderung beim Entwurf für die neue Zentrale der Deutschen Börse bestand darin, trotz des hohen geschlossenen Fassadenanteils von rund 60 Prozent ein offenes, transparentes Gebäude zu entwerfen, das vielfältige Ein- und Ausblicke ermöglicht“, schildert Architekt Jürgen Engel die gestalterischen Absichten. Die raumhoch verglasten Büroräume in Richtung Eingangshalle, Glastrennwände zu den Fluren und Gängen, die Glasbrüstungen der Stege und Brücken, ermöglichen darüber hinaus vielfältige Blickbeziehungen innerhalb des Gebäudes. Die Transparenz des Gebäudes macht die Aktivitäten der Menschen innerhalb des Hauses erlebbar und schafft auch eine visuelle Nähe zwischen den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens.

Neubau schafft Räume für informelle Kommunikation und Informationsaustausch
Die neue Zentrale Deutschen Börse ist nicht zuletzt ein Gebäude der Kommunikation. Die flexibel nutzbaren Büroflächen bieten neben individuellen Einzel- und Doppelbüros und „Denkzellen“ für konzentriertes Arbeiten allein oder in kleineren Gruppen auch offene Teamflächen, Besprechungsräume sowie zahlreiche Orte für informelle Kommunikation. Das offene Architekturkonzept ermöglicht vielfältige Gelegenheiten für einen kreativen Ideen- und Informationsaustausch: die Mitarbeiter der Deutschen Börse begegnen sich in der Eingangshalle, auf den Stegen und Brücken, in der Cafeteria, im Bistro und in den zahlreichen Kaffeeküchen, im Restaurant mit 600 Sitzplätzen und auf der Freitreppe vor dem Eingang. Das Atrium, eine lichtdurchflutete Empfangshalle, die durch ein gläsernes Dach zusätzlich von oben natürlich belichtet wird, ist das Herzstück des offenen Architekturkonzepts und bildet den kommunikativen Mittelpunkt der Unternehmenszentrale.

Architektur und zeitgenössische Kunst im Dialog
In der Eingangshalle und Fluren ist zudem die Sammlung zeitgenössischer Fotokunst der Deutschen Börse zu sehen. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst mehr als 700 Arbeiten von rund 70 internationalen Künstlern. Sie ist im Gebäude überall sichtbar und prägt somit die Wahrnehmung des Hauses. Architektur und Kunst stehen im Dialog und schaffen die Voraussetzung für eine lebendige Präsentation der Sammlung. Das Bauwerk ist somit zugleich der architektonische Rahmen für das kulturelle Engagement der Deutschen Börse. Die außergewöhnliche Präsentation der Sammlung bereichert den Aufenthalt im Gebäude und macht die Werte, die das Unternehmen als Ganzes prägen, wie Kreativität, Präzision und Innovation erlebbar.


PROJEKTDATEN
Bauherr: Lang & Groß Projektentwicklung GmbH
Eigentümer: Signa Property Funds, Düsseldorf (seit Oktober 2010)
Architekt: KSP Jürgen Engel Architekten
Energiekonzept: Dr. Tim Weber, Lenz Weber Ingenieure, Frankfurt
Haustechnik: Ebert Ingenieure, Frankfurt/Nürnberg TP Elektroplan, Gaggenau

BGF: ca. 56.000m² (oberirdisch) / 80.000 gesamt
Höhe: 87m
Geschosse: 21 + 2 (Technik) -



INFO-BOX

veröffentlicht am 12.11.2010
Zuletzt aktualisiert 15.01.2013
Projekt-ID 5-44415
Seitenaufrufe 1462

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