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  • DE-06003 Halle (Saale)
  • Realisiertes Projekt

Institutsgebäude für Industriedesign in Halle


Projektbeschreibung:
Das repräsentative Wohnhaus des Bankiers Reinhold Steckner wurde 1902/03 in der Formensprache des Jugendstils errichtet. Im Rahmen einer ersten Umnutzung wurde die Villa in den 50er Jahren um ein Laborgebäude erweitert. Nach Jahren der Nutzung als zentrales Gebäude auf dem Campus für den Fachbereich Design, wurde der Anbau nun zum Institut für Industriedesign umgebaut. Das Entwurfskonzept zur Unterbringung des Institutes sah die Aufstockung des Bestands um ein Geschoss und die Realisierung... +
Das repräsentative Wohnhaus des Bankiers Reinhold Steckner wurde 1902/03 in der Formensprache des Jugendstils errichtet. Im Rahmen einer ersten Umnutzung wurde die Villa in den 50er Jahren um ein Laborgebäude erweitert. Nach Jahren der Nutzung als zentrales Gebäude auf dem Campus für den Fachbereich Design, wurde der Anbau nun zum Institut für Industriedesign umgebaut. Das Entwurfskonzept zur Unterbringung des Institutes sah die Aufstockung des Bestands um ein Geschoss und die Realisierung eines Erweiterungsbaus vor. Das Raumprogramm umfasste einen Hörsaal mit 150 Plätzen sowie großzügige Ateliers, Büroräume und die notwendigen Nebenflächen.

Der vorhandene schlichte Putzbau wurde nach funktionalen wie gestalterischen Gesichtspunkten neu organisiert und auf den technischen Stand eines zeitgemäßen Hochschulgebäudes gebracht. An der Kontaktstelle von Alt und Neu entstand ein spannungsvoller vertikaler Raum, der als Fuge zwischen historischer Außenhaut und Erweiterungsbau die neue Haupttreppe aufnimmt, die alle Institutsebenen erschließt.

Die neue Fassade vermittelt das kreative Potenzial und die industrielle Präzision der Projekte der Hochschule nach Außen und verleiht dem gesamten Campus ein unverwechselbares, zukunftsweisendes Gesicht. Der Rohbau und die strukturelle Außenhaut wurden aus einfachen, industriell vorgefertigten Elementen entwickelt. Durch die versetzte Anordnung von drei unterschiedlichen Fassadenelementen und die differenzierte Kantung der Aluminiumkassetten entsteht eine deutliche dreidimensionale Plastizität der Fassade.
Die notwendigen Fensteröffnungen sind als „Fehlstellen“ der horizontal geschichteten Module in die Grundstruktur integriert. Auch im Inneren erzeugt die Anordnung der Fenster außergewöhnliche Raumeindrücke. Jeder Ausblick wird hier zum exakt umrissenen Bild im Betonpassepartout. Eine entscheidende gestalterische Komponente neben der Dreidimensionalität der Fassade stellt die Goldeloxierung dar, die sich als gestalterische Brücke auch bei den Fensterrahmen der Putzfassade wiederfindet.
Obwohl in zweiter Reihe platziert und die Jugendstilvilla respektierend, strahlt das neue Institutsgebäude weithin sichtbar und entwickelt eine enorme Tiefe und Brillanz. -


  • Projektbeteiligte

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    Baubeginn 2004
    Fertigstellung 2007
    Gebäudetyp Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen (Anbau)
    Projektgröße
    Hauptnutzfläche (HNF) 2.520 m2
    Projektkosten
    Baukosten (gesamt) 6.100.000 EUR
    Projektadresse Neuwerk 7
    DE-06003 Halle (Saale)
  • Karte

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INFO-BOX

veröffentlicht am 03.03.2011
Zuletzt aktualisiert 08.03.2011
Projekt-ID 5-44972
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