"Erstes Passiv-Feuerwehrhaus"
Der neu errichtete Stützpunkt der Feuerwehr und des Roten Kreuzes Wolfurt wurde unter Einhaltung strengster Kriterien betreffend Baustoffökologie, Energieeffizienz und CO²-Reduktion geplant und errichtet. Sämtliche verwendete Produkte mussten vor Verwendung anhand des „Ökokatalogs für Nachhaltiges Bauen“ zertifiziert werden. Der Mannschaftsteil des Gebäudes erreicht Passivhausstandard und das gemeinsame Energiekonzept mit der benachbarten (zeitgleich von...
"Erstes Passiv-Feuerwehrhaus"
Der neu errichtete Stützpunkt der Feuerwehr und des Roten Kreuzes Wolfurt wurde unter Einhaltung strengster Kriterien betreffend Baustoffökologie, Energieeffizienz und CO²-Reduktion geplant und errichtet. Sämtliche verwendete Produkte mussten vor Verwendung anhand des „Ökokatalogs für Nachhaltiges Bauen“ zertifiziert werden. Der Mannschaftsteil des Gebäudes erreicht Passivhausstandard und das gemeinsame Energiekonzept mit der benachbarten (zeitgleich von Architekt Zweier sanierten) Volksschule Mähdle ermöglicht es die beiden Häuser komplett heizenergieautark zu betreiben.
Das Gebäude ist in Sichtbeton ausgeführt und die thermisch getrennten Decken lagern wärmebrückenfrei auf innen liegenden Stützen. Die Betonfassade des Hauses (Ortbeton mit Kautschuk-Matrizen-Schalung) wurde mit einer kleinteiligen, vertikalen Struktur versehen, die je nach Einfall des Sonnenlichts mit unterschiedlicher Plastizität in Erscheinung tritt. Ihr feines Licht- und Schattenspiel lässt die beachtlichen Fassadenflächen des Hauses kleiner erscheinen und verändert ihr Aussehen im Wandel des Tageslichts.
Die Tatsache, dass das Objekt aufgrund von brandschutz- und nutzungstechnischen Anforderungen in Massivbauweise (Sichtbeton) errichtet wurde, erschien zunächst als Widerspruch zum ökologischen Bauen wie es bisher bekannt und publiziert ist. Letztendlich kann das umgesetzte Projekt aber nun beweisen, dass zukunkftsorientiertes bzw. nachhaltiges und klimaschonendes Bauen aus architektonischer Sicht keine signifikanten Einschränkungen erfahren muss, sondern auch weiterhin eine große formale Bandbreite erhalten bleibt.
Energy Globe Award 2009 Vlbg. - Hauptpreis