Der Kirchenraum St. Peter Werl entwickelt sich durch behutsamen Rückbau und Neugestaltung zu einer „Kirche für Morgen“: als Ort für Gottesdienst, Musik, Wort und Kunst.
Die Pfarrkirche St. Peter war in die Jahre gekommen: nach der Entstehung Mitte der fünfziger Jahre hatte sich nur noch wenig geändert. Das raumgreifende Altarpodest mit fünf Stufen und die Kommunionbänke erinnerten an zurückliegende Zeiten, die Sitzreihen in Seiten- und Querschiff blieben separiert. Unabhängig davon musste...
Der Kirchenraum St. Peter Werl entwickelt sich durch behutsamen Rückbau und Neugestaltung zu einer „Kirche für Morgen“: als Ort für Gottesdienst, Musik, Wort und Kunst.
Die Pfarrkirche St. Peter war in die Jahre gekommen: nach der Entstehung Mitte der fünfziger Jahre hatte sich nur noch wenig geändert. Das raumgreifende Altarpodest mit fünf Stufen und die Kommunionbänke erinnerten an zurückliegende Zeiten, die Sitzreihen in Seiten- und Querschiff blieben separiert. Unabhängig davon musste in der Gemeinde eine Antwort auf rückläufige Besucherzahlen erarbeitet werden.
Die Sitzbereiche konzentrieren sich jetzt auf das Zentrum des Raumes, Hauptschiff und Querschiff fassen das Altarpodest als Mittelpunkt ein. Durch den Verzicht auf die große Stufenanlage entsteht eine neue Synthese von Raum und Liturgie. Die freigestellten Seitenschiffe werden zu Leerräumen für Meditation und Kunstausstellung, die Verbindung zum Querschiff wird behutsam geöffnet.
Die sakrale Gestaltung bildet ein Dreieck zwischen Ambo, Taufe und Tabernakel mit dem Altar im Zentrum. Dieser wird in seiner Größe reduziert, aus den Schnittstücken entstehen die anderen Prinzipalstücke. Das Altarpodest wird vor dem Wandmosaik aufgefaltet und integriert Sitzflächen für Priester und Ministranten.
Der Kirchenraum hat für die Anforderungen von heute Gültigkeit. Die Konzeption entstand über lange Zeit in den gemeindlichen Gremien. Im Zeitenlauf kann die Anzahl der Sitzplätze auf dem durchgängigen Natursteinboden angepasst oder das Nutzungsspektrum mit gläsernen Einbauten erweitert werden, ohne die Einheit des Kirchenraums zu beeinträchtigen – in der Zeit von Kirchenschließungen und Kirchenabrissen eine „Kirche für Morgen“.