Die Kindertagesstätte Kornstraße in der Bremer Neustadt wurde bei einem Brand im Juni 2006 komplett zerstört.
Nach den Sofortmaßnahmen im Juli/August 2006 mit Aufräumarbeiten sowie dem Aufbau des temporären Containers als Notunterkunft begannen die Vorplanungen für den Wiederaufbau; drei Monate später wurde der Bauantrag eingereicht und die Baugenehmigung erfolgte im Oktober 2007.
Die Kindertagesstätte wurde als Anbau an das zuvor umgebaute Hortgebäude, jetzt Haus für unter Dreijährige,...
Die Kindertagesstätte Kornstraße in der Bremer Neustadt wurde bei einem Brand im Juni 2006 komplett zerstört.
Nach den Sofortmaßnahmen im Juli/August 2006 mit Aufräumarbeiten sowie dem Aufbau des temporären Containers als Notunterkunft begannen die Vorplanungen für den Wiederaufbau; drei Monate später wurde der Bauantrag eingereicht und die Baugenehmigung erfolgte im Oktober 2007.
Die Kindertagesstätte wurde als Anbau an das zuvor umgebaute Hortgebäude, jetzt Haus für unter Dreijährige, konzipiert. Der Neubau beinhaltet drei Gruppen von je 20 Kindern und dient als integratives Familienzentrum sowie als Schwerpunkteinrichtung für behinderte und nicht behinderte Kinder.
Der Wunsch aller Beteiligten nach einem hellen, offenen Haus wurde zum Planungsschwerpunkt.
In Anlehnung an die Betreuungsdidaktik standen das Thema der Bewegung sowie eine klare Zonierung im Mittelpunkt der Entwurfsarbeit. Die Funktionen des Neubaus werden in die drei Bereiche Gruppenräume, Bewegungshalle und Nebenräume aufgegliedert, wovon jeder ein eigenes Haus im Haus bekommt. Die Anordnung dieser eigenständigen Körper schafft in deren Mitte einen Platz der Gemeinschaft, einem Dorfplatz ähnlich, der als zentral liegendes Foyer Ort des Ankommens, Spielens, Essens und Treffens ist und alle Bereiche miteinander verbindet. Diese räumliche Differenzierung findet nicht nur in der Form, sondern auch in Material und Farbe statt.
Der nach Norden ausgerichtete „Rücken“, der sämtliche dienenden Funktionen wie auch die Aufenthaltsbereiche der Erwachsenen beinhaltet, steht als massiver Ziegelkörper den zweifarbigen und lebhaften Häusern der Kinder gegenüber. Diese sind nach Süd-
Osten ausgerichtet und öffnen sich über großformatige Glasfassaden zum Außenspielbereich und zu den vor gelagerten Terrassenflächen.