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  • DE-67659 Kaiserslautern
  • Realisiertes Projekt

Ambulantes Hilfezentrum des Arbeiter Samariter Bundes in Kaiserslautern


Projektbeschreibung:
Einfügung: Schwebendes Objekt im Birkenwaldstück

Unmittelbar an den Hauptsitz des ASB mit dem bestehenden Parkplatz grenzt ein bisher unbeachtetes Wäldchen an, das mit zahlreichen Birken bestanden ist. Der Gleiskörper einer Regionalbahnstrecke, die stark befahrene Berliner Straße und ein großformatiges Brückenbauwerk begrenzen die bisher ungenutzte Restfläche, deren ungeplanter Bewuchs mit Spontanvegetation die Atmosphäre einer unberührten Idylle hervorruft. Das neue Ambulante Hilfezentrum... +
Einfügung: Schwebendes Objekt im Birkenwaldstück

Unmittelbar an den Hauptsitz des ASB mit dem bestehenden Parkplatz grenzt ein bisher unbeachtetes Wäldchen an, das mit zahlreichen Birken bestanden ist. Der Gleiskörper einer Regionalbahnstrecke, die stark befahrene Berliner Straße und ein großformatiges Brückenbauwerk begrenzen die bisher ungenutzte Restfläche, deren ungeplanter Bewuchs mit Spontanvegetation die Atmosphäre einer unberührten Idylle hervorruft. Das neue Ambulante Hilfezentrum greift die besonderen Qualitäten des Ortes auf und schiebt sich mit seinen bescheidenen Abmessungen zwischen die Stämme des Wäldchens. Wenige Streifenfundamente lösen das eingeschossige Haus wahrnehmbar vom Waldboden ab, nur durch eine lange einladende Rampe aus Beton, die zum Eingang führt, berührt das Projekt großflächig die Fläche des gepflasterten Parkplatzes. .

Der Innenraum als Holz-Futteral

Über eine breite Eingangstür aus Aluminium als Inversraum in die Haut aus Glas eingefügt, öffnet sich die helle Kommunikationszone des Hilfezentrums, an die alle Büroräume über geschosshohe Türen angeschlossen sind. Die Innenwand- und Deckenverkleidung aus geölten sichtbar verschraubten Birke - Multiplexplatten mit den Abmessungen der Türen stellt den Bezug zu den Birken des Wäldchens her. Somit erklärt sich die innere Schicht als Reflex auf die Tragkonstruktion des Hauses, auf die gewählte Holzständerkonstruktion. Die Tafeln und die Spuren der Befestigungsmittel bilden authentisch die vertikale und horizontalen Stäbe des Tragwerks zum Innenraum hin ab. Die natürlichen, mit Leinöl imprägnierten Holzwerkstoffe erzeugen ein angenehmes Raumklima für die Mitarbeiter und die Besucher des Zentrums. Großformatige Heizflächen befinden sich in den Trennwänden, sie ermöglichen eine gleichmäßige Aufwärmung der Innenräume, neben der gesteigerten Behaglichkeit sind alle Büros ohne Störung durch sichtbare Heizelemente besser zu nutzen. Die Heizkörpertechnik tritt in den Hintergrund, nur die Funktion ist angenehm spürbar. Die lichte Atmosphäre und die einfache Ordnung aller Bauteile schafft sehr gute Arbeitsbedingungen und ermöglicht eine sich selbsterklärende Orientierung für Klienten des allgemeinen Hilfezentrums.

Raumstruktur

Ein in die Tiefe reichender Raum erschließt die Büros und Besprechungszimmer des allgemeinen Hilfezentrums. Je nach Jahres- und Tageszeit bestimmt das einfallende Licht mit dem rhythmischen Wechsel aus Licht und Schatten, definiert durch die Gebäudestruktur, die Atmosphäre der Flursituation. Das Haus steht somit in Beziehung zur Zeit, die der Lauf der Sonne beschreibt. Durch geschosshohe Türen verlässt man den stark längs gerichteten Raum und betritt die auf eine Lichtöffnung konzentrierten Büros, die sich mit gleichen Breiten entlang der Korridorachse addieren. Zwischentüren vernetzen kommunikativ die Räume untereinander und erzeugen interessante Perspektiven. Der Konferenzbereich als Raumverdopplung bildet das Zentrum des Gebäudes und den bewussten Endpunkt der Enfilade.

Ökologische Maßnahmen

Das gedämmte Dach ist extensiv begrünt und verbessert das Mikroklima in der kleinen Waldlichtung, indem das Regenwasser in der Sickerpackung des Daches gespeichert wird. Das überschüssige Regenwasser versickert ohne das städtische Abwassersystem zu belasten auf dem Gelände des Waldstücks in zwei sichtbar belassenen Kiesfeldern, welche in die Freiraumplanung integriert sind. Zudem sind solare Wärmegewinne in den Wintermonaten durch die temperierte Luftschicht zwischen der Dämmung und den Glasscheiben der Fassade zu erwarten. Alle Hüllflächen mit bis zu 20 cm starken Dämmebenen besitzen sehr niedrige U-Werte. In Verbindung mit der kompakten Gebäudegeometrie sind minimale Unterhaltungskosten für die Beheizung mit einer Gastherme gegeben.

Die Fassade als gläserne Umkehrung

Die gläserne Haut des Gebäudes ist die materielle Umkehrung des Innenausbaus aus Birke - Multiplexplatten. Die Holzfenster, deren Scheiben als Stufenverglasung ausgeführt sind, alternieren mit den Scheiben der Kaltfassade in einem Rhythmus, der die innere Struktur des Grundrisses ablesbar macht. Die transparenten Gläsergeben den Blick frei in die Konstruktion der Außenwand, auf die Wärmedämmung aus Holzwolle-Leichtbauplatten. Der Werkstoff antwortet sowohl auf den Standort im Wald als auch auf die Holzkonstruktion des Projekts. Durch die Spiegelung der Birken des kleinen Wäldchens in der gläsernen Hülle integriert sich der Baukörper subtil in die vorhandene Umgebung. Das Gebäude behauptet sich souverän an seinem Platz, und schafft dort dank seiner Präsenz eine neue Realität. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Baubeginn 04/2002
    Fertigstellung 04/2003
    Gebäudetyp Feuerwehr, Rettungswesen (Neubau)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) 220 m2
    Brutto-Rauminhalt (BRI) 740 m3
    Hauptnutzfläche (HNF) 155 m2
    Projektkosten
    Baukosten (gesamt) 420.000 EUR
    Projektadresse Berliner Str.30
    DE-67659 Kaiserslautern
  • Karte

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  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 15.02.2012
Zuletzt aktualisiert 15.06.2012
Projekt-ID 5-47420
Seitenaufrufe 656

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