Übersichtsbild Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere. © Holzer Kobler Architekturen
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  • DE-38364 Schöningen
  • Realisiertes Projekt

Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere


Projektbeschreibung:
Die Fundstelle der Schöninger Speere befindet sich am Rande der Stadt Schöningen und
des Braunkohletagebaus. Von weither sichtbar ragt der Bau für das Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere aus der Landschaft und signalisiert den Ort als bedeutende archäologische Fundstelle. Wie gegeneinander verschobene Erdschichten schiebt er sich aus der horizontalen Topografie heraus über die flache Wald- und Weidelandschaft. Das Volumen des Baukörpers ist von Bezügen zur Landschaft definiert.... +
Die Fundstelle der Schöninger Speere befindet sich am Rande der Stadt Schöningen und
des Braunkohletagebaus. Von weither sichtbar ragt der Bau für das Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere aus der Landschaft und signalisiert den Ort als bedeutende archäologische Fundstelle. Wie gegeneinander verschobene Erdschichten schiebt er sich aus der horizontalen Topografie heraus über die flache Wald- und Weidelandschaft. Das Volumen des Baukörpers ist von Bezügen zur Landschaft definiert. Die verlängerten Achsen des Gebäudes ziehen sich als lineare Wege in die Landschaft fort und knüpfen synapsenartig an das Wegesystem des umgebenden Landschaftsraums an.

In der reflektierenden Außenhaut des Baus spiegelt sich die eindrucksvolle Landschaft des sich regenerierenden Braunkohleabbaugebiets. Durch seine Fassade und bildhafte Form wird das Forschungs- und Erlebniszentrum eins mit seiner Umgebung. Mit großformatigen, scharfen Einschnitten in die Gebäudehülle werden weitläufige, faszinierende Ausblicke zur Fundstelle der Speere und zur Grube des Braunkohletagebaus, zu der nahen Waldlandschaft und zu den weidenden Wildpferden inszeniert. Von außen muten die expressiven Öffnungen wie Schatten auf dem Baukörper an und unterstreichen die Dynamik in der Architektursprache.

Die Mitte des Gebäudes bildet das dreigeschossige Foyer, das alle Sichtachsen nach außen miteinander verbindet. Der hohe Raum ermöglicht zugleich Blickbeziehungen zu den Forschungs- und Ausstellungsbereichen im 1. und 2. Obergeschoss.
Das Herzstück des Projekts ist die Ausstellung, in der die Originalfunde aus Schöningen
jenseits herkömmlicher musealer Präsentationsformen zu sehen sein werden. Die Ausstellung soll die Besucher mit einprägsamen Bildern sinnlich und emotional ansprechen, Wissen über Mensch und Umwelt in vergangener Zeit vermitteln und zugleich Bezüge zu aktuellen Themen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit schaffen. Gleichzeitig kann der Besucher die laufenden archäologischen Ausgrabungs- und Forschungsarbeiten in Schöningen direkt vor Ort miterleben. Die Labor- und Arbeitsräume der Archäologen sind entlang des Ausstellungsrundganges aufgereiht und können von den Besuchern eingesehen werden.

Das „Abenteuer Forschung“, das hier tagtäglich passiert, soll für Laien, Kinder und Fachpublikum nachvollziehbar und hautnah erfahrbar gemacht werden – in der Ausstellung, auf der Ausgrabungsstelle selbst sowie in der Forschungsstation.

Die überdimensionalen Einschnitte in die Topografie, die durch den Braunkohletagebau entstanden sind, schaffen eine neue künstliche, überaus faszinierende Landschaft. Die ausdrucksstarke Architektur verbindet künstliche und natürliche Landschaft und wird somit zur Landmarke für Kultur und Wissen. -


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    Baubeginn 2011
    Fertigstellung 2013
    Gebäudetyp Museen, Kunsthallen (Neubau)
    Projektadresse DE-38364 Schöningen
  • Karte

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  • Gewährleistung

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