Im Gebäude der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg des Architekten Gustav Hassenpflugs und der baulich direkt anschließenden Zentralbibliothek Recht von medium-Architekten wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik von Arbeits- und Leseplätzen und der Arbeitsplatzsituation am Empfangstresen der Bibliothek realisiert.
Die bestehende Erschließung der Seminarräume im Untergeschoß erfolgte bisher über eine große Freitreppe innerhalb des über alle Geschosse offenen...
Im Gebäude der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg des Architekten Gustav Hassenpflugs und der baulich direkt anschließenden Zentralbibliothek Recht von medium-Architekten wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik von Arbeits- und Leseplätzen und der Arbeitsplatzsituation am Empfangstresen der Bibliothek realisiert.
Die bestehende Erschließung der Seminarräume im Untergeschoß erfolgte bisher über eine große Freitreppe innerhalb des über alle Geschosse offenen Atriums und trug daher zu einer erheblichen akustischen Beeinträchtigung der Arbeitsplätze rund um das Atrium bei. Diese Treppe wurde durch eine, gegenüber dem Atrium durch eine Glaswand und -decke akustisch abgeschottete Stahltreppe, die Foyer des Bestandsbaus und Untergeschoss der Bibliothek auf direktem Weg verbindet, ersetzt. In Richtung des Atriums ist der Treppe eine transluzente Lochblechwelle vorgeblendet.
Im Atrium werden neue Arbeits- und Leseplätze errichtet, die künftig auch psychologisch den Wandel des Atriums zum Mittelpunkt einer Stillarbeit-Bibliothek verdeutlichen. Die Erschließung des Atriums erfolgt mittels einer neuen Stahltreppe aus dem EG des Bibliotheksgebäudes, und damit aus dem buchgesichertem Bereich der Bibliothek, so dass das Atrium Teil der Bibliothek wird.
Um den Wunsch der Studierenden nach unkompliziert zu belegenden Arbeitsräumen nachzukommen, sind im ersten und dritten Geschoß des Bestandsgebäudes Gruppenarbeitsräume erstellt worden. Diese sind als verglaste Raum in Raum Situationen konzipiert, so dass keine akustischen Emissionen ins anschließende Atrium dringen können.
Ein neuer Empfangs- und Informationstresen mit Beratungsplätze wurde auf einer um 25 cm erhöhten Plattform errichtet, die den Mitarbeitern im Sitzen eine Kommunikation mit den Studierenden auf Augenhöhe ermöglicht. Im rückwärtigen Bereich wurde Regalfläche für die Ausgabe des Handapparates geschaffen, außerdem ist hier ein BackOffice-Arbeitsplatz für Sortierarbeiten eingerichtet. Der gesamte Informationsbereich ist mit einer neuen Abhangdecke überspannt, die die Beleuchtung übernimmt. Vor dem Tresen wird ein Konvektor installiert, der einen Warmluftschleier vor den Arbeitsplätzen ausbildet und künftig Zugerscheinungen verhindern soll.