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© Thomas Langreder
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  • DE-27726 Worpswede
  • Realisiertes Projekt

Bergstrasse Worpswede


Projektbeschreibung:
Kunstinsel
Die besonderen Eigenarten des Künstlerdorfes finden sich an vielen Orten in Worpswede wieder – in der Ortsmitte zwischen Findorff-, Hemberg- und Bergstraße verdichten sie sich. Dem Besucher stellt sich dieser Bereich als eine Art „Kunstinsel“ dar, die ihn ermuntert, sie nach und nach zu erschließen und kennen zu lernen.
Die drei Straßen bilden die Raumkanten dieser Insel. Den äußeren Kreuzungspunkten der Insel kommt eine besondere Bedeutung zu. Hier sieht der Entwurf vor, die... +
Kunstinsel
Die besonderen Eigenarten des Künstlerdorfes finden sich an vielen Orten in Worpswede wieder – in der Ortsmitte zwischen Findorff-, Hemberg- und Bergstraße verdichten sie sich. Dem Besucher stellt sich dieser Bereich als eine Art „Kunstinsel“ dar, die ihn ermuntert, sie nach und nach zu erschließen und kennen zu lernen.
Die drei Straßen bilden die Raumkanten dieser Insel. Den äußeren Kreuzungspunkten der Insel kommt eine besondere Bedeutung zu. Hier sieht der Entwurf vor, die Eingangsbereiche im Frei- und Straßenraum neu zu entwickeln. Durch platzartig gestaltete Kreisverkehre soll der Verkehr entschleunigt und der Eingang zum Ortskern markiert werden.
Als Kunstmeile bildet die Bergstraße heute das Rückgrat des Quartiers. Von hier aus sind die einzelnen Ausstellungshäuser vernetzt, so lässt sich das Künstlerdorf entdecken. Die Bergstraße wurde im Sinne des „Shared-Space-Prinzip“ erschlossen, also der gezielten Entschleunigung der Verkehrsströme. Der Fahrkorridor wird heute durch die Führung der Natursteinentwässerungsrinnen und durch gesonderten Materialfugen („Schnurkanten“) dezent markiert. Entsprechend des originalen, historischen Belages wurde ein identitätsstiftender, regionaler Torfbrandklinker als Belag der Kunstmeile verwendet.
Die Großzügigkeit des offenen Straßenraumes ist durch den alten Baumbestand ergänzt und gegliedert. Auch entlang der Ränder ist die Flächengestaltung flexibel geblieben. Je nach örtlicher Situation wurden Gebäudevorflächen integriert oder der Belag bis in die Höfe hineingezogen oder ausgespart. Die Kunstmeile ist somit kein geradliniger „Laufsteg“. Sie wurde vielmehr passgenau wie ein Teppich mit der Örtlichkeit verwoben. Das Philine-Vogler-Haus besitzt jetzt wieder eine besondere Bedeutung im Ortskern und unterstreicht die Ausbildung des zentralen Platzes. Dieser markiert zum einen das Zentrum der Bergstraße, zum anderen bildet er den Übergang zum Park der Kunstschau und zum neugestalteten Park- und Veranstaltungsplatz.
Dem Entwurf entsprechend wurde eine vollständig neue Organisation des zentralen Parkplatzes umgesetzt. Durch die Anordnung zweier eingeschnittenen Parkplatzflächen verzahnen sich die funktionalen und grün geprägten Bereiche – der Park wird nun konsequent bis an die Bergstraße herangeführt. -



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