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Hartmann Kloster Wien


Projektbeschreibung:
Urbanes Kloster neugedacht
Mitten in Wien und doch eine Insel der Ruhe. Die Ordensgemeinschaft des Hartmannklosters im fünften Wiener Gemeindebezirk fand in Architects Collective den richtigen Partner für ein ganz besonderes Projekt: Das Kloster soll den Schritt ins 21. Jahrhundert machen und wird deshalb generalsaniert, umgebaut und erweitert. Die erste von drei Bauphasen war die Neuversorgung von Strom, Elektrizität und Lüftung des 1890 errichteten Gebäudes sowie der Umbau von 25... +
Urbanes Kloster neugedacht
Mitten in Wien und doch eine Insel der Ruhe. Die Ordensgemeinschaft des Hartmannklosters im fünften Wiener Gemeindebezirk fand in Architects Collective den richtigen Partner für ein ganz besonderes Projekt: Das Kloster soll den Schritt ins 21. Jahrhundert machen und wird deshalb generalsaniert, umgebaut und erweitert. Die erste von drei Bauphasen war die Neuversorgung von Strom, Elektrizität und Lüftung des 1890 errichteten Gebäudes sowie der Umbau von 25 Schwesternunterkünften zu zeitgemäßen Einzelzimmern mit Bad und WC. Nach Abschluss der Bauarbeiten konnten die Schwestern nun wieder ihre schlichten und eleganten Zimmer beziehen.


Geänderte Bedürfnisse
Insgesamt entsteht durch den Umbau und die Sanierung ein zeitgemäßes Gebäude, das die sich ändernden Bedürfnisse des Klosterordens vorausschauend berücksichtigt. Der denkmalgeschützte Bau wird, trotz der Anforderungen an ein modernes Gebäude wie Brandschutz oder Barrierefreiheit, nicht nur erhalten, sondern darüber hinaus noch zusätzlich aufgewertet und neuinterpretiert. Durch die architektonischen Finessen, Materialien, Farben und Detailierung entsteht ein zeitloses und harmonisches Zuhause für das zukünftige Leben der klösterlichen Ordensgemeinschaft.


Schlichtheit versus Barock
Die architektonische Gestaltung der 25 Unterkünfte der Hartmannschwestern ist schlicht und zurückhaltend, die Hochwertigkeit und Beständigkeit der Materialien und Einbauten steht im Vordergrund. Die sanitären Anlagen der Zimmer, die alle barrierefrei sind, wurden auch für die Bedürfnisse älterer Menschen gebaut und einige sind sogar ganz behinderten und pflegegerecht. Die reduzierte und elegante Architektur des Klostergangs und der Zimmer ist somit der szenische Hintergrund für die gegensätzlich wirkende barocke Einrichtung der üppigen Klosterkapelle.


Zurück zur ursprünglichen Idee
Die ursprüngliche Idee des typologisch klaren und schlichten Klostergangs wird architektonisch wieder aufgenommen. Veraltete Bad/WC-Gruppen, die sich am Drehpunkt der Klostergangs befanden und jedem Geschoss dienten, wurden entfernt und so der 150 m lange Klostergang in seiner Gesamtheit wieder erkennbar gemacht. Gesteigert wird dieser Eindruck durch den nun durchgehenden offenen Blick in den Klosterhof mit seinen eindrucksvollen Linden. Außerdem werden die Haustechnik und der Brandschutz des gesamten Gebäudes auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Seit Abschluss der ersten Bauphase sorgen akustisch-thermische Brandschutzportale aus Glas im Haupt-Stiegenhaus für erhöhte Sicherheit der Bewohnerinnen und eine offene Raumwirkung.


Öffnung des Klosters nach außen
Im zweiten Bauabschnitt im Jahr 2013 gilt das besondere Augenmerk dem Haupteingang des Hartmannklosters. Eine spezielle Symbolkraft besitzt hier der zukünftig verglaste, und damit weitgehend transparente Empfangsbereich: Mit dem Durchbruch der Straßenfassade öffnet sich die Ordensgemeinschaft auch baulich zur Welt. Komplett barrierefrei wird das Kloster durch den Umbau der Hauptstiege und den Einbau eines zum Klosterhof offenen Panorama-Aufzugs . Zusätzlich werden weitere 10 neue Schwesternzimmer und Aufenthaltsräume geschaffen. Die dritte und letzte Bauphase ist dem Aus- und Umbau des Dachgeschosses gewidmet. 2014 entstehen hier 15 weitere Zimmer, ein Andachtsraum und ein Mehrzwecksaal sowie eine Dachterrasse.


Franziskanerinnen von der christlichen Liebe
Die als Hartmannschwestern bekannten Franziskanerinnen von der christlichen Liebe sind eine 1857 gegründete Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Ihr Schwerpunkt liegt bei der Sorge von kranken und alten Menschen. Weltweit gehören der Ordensgemeinschaft ca. 100 Schwestern in Wien, Niederösterreich, Rom, Argentinien und Paraguay an. Im 1890 errichteten Mutterhaus in der Hartmanngasse in Wien waren die Schwesternunterkünfte, die Klosterkapelle und das Klosterspital untergebracht. In den folgenden Jahren wurden laufend Aus- und Umbauten durchgeführt und die Bettenanzahl erhöhte sich im Jahr 1932 bereits auf 100. Während der Weltkriege diente das Spital als Lazarett für verwundete Soldaten und der medizinischen Versorgung von Bombenopfern unter der Zivilbevölkerung. Von 1977 bis 1993 wurden dann zwei Neubauten auf Nachbargrundstücken errichtet, die eine Verdoppelung des Bettenbestandes ermöglichten und zugleich auch eine Verlagerung des Haupteingangs von der Hartmanngasse in die Nikolsdorfergasse im 5. Wiener Bezirk. Durch die Erweiterungen und Umbauten entstand ein modern ausgestattetes und öffentlich zugängliches Krankenhaus mit Spezialambulanzen plus Therapie- und Diagnosezentrum.



Architektur & Bauaufsicht: Architects Collective ZT-GmbH
Ort: Wien
Errichtung: 1890
Klassifizierung: denkmalgeschützt
Bewohner: 60
Planung: Jan 2012 - Jun 2012
Bauzeit Phase 1: Apr 2012 - Okt 2012
Nutzfläche Phase 1: 1200 m²

Photos © by Hertha Hurnaus -


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    Baubeginn 04/2012
    Fertigstellung 10/2012
    Gebäudetyp Klöster
    Projektadresse Hartmanngasse 7
    AT-1050 Wien
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INFO-BOX

veröffentlicht am 05.02.2013
Zuletzt aktualisiert 15.02.2013
Projekt-ID 5-49723
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