Das Areal für den neuen Hochschulcampus in Lippstadt liegt einerseits idyllisch zwischen historischem Stadtkern und weitläufigen Lippeauen. Es muss sich jedoch gleichzeitig gegen ein sehr heterogenes Umfeld aus Gewerbegebieten, Wohngebäuden und Verkehrsschneisen behaupten. Zusätzlich erschwert eine durch Bestandsgebäude verkürzte Grundstücksfront und eine zweigeteilte Erschließung an der Rixbecker Straße die positive Adressbildung des Campus.
Zielsetzung des Entwurfs ist deshalb eine...
Das Areal für den neuen Hochschulcampus in Lippstadt liegt einerseits idyllisch zwischen historischem Stadtkern und weitläufigen Lippeauen. Es muss sich jedoch gleichzeitig gegen ein sehr heterogenes Umfeld aus Gewerbegebieten, Wohngebäuden und Verkehrsschneisen behaupten. Zusätzlich erschwert eine durch Bestandsgebäude verkürzte Grundstücksfront und eine zweigeteilte Erschließung an der Rixbecker Straße die positive Adressbildung des Campus.
Zielsetzung des Entwurfs ist deshalb eine eindeutige Ablesbarkeit des Hochschulareals. Gleichzeitig wird auf eine kompakte und klare Anordnung der Funktionsbereiche geachtet, um die Wiesenlandschaften entlang der Lippe möglichst tief in das Hochschulgrundstück holen zu können. Beides wird erreicht, indem die Hochschulgebäude um einen von der Rixbecker Straße abgerückten Platz angeordnet werden. Das entstehende Ensemble wirkt entspannt selbstverständlich und doch markant prägnant. Es fügt sich durch seine Orientierung und Maßstäblichkeit in die Umgebung ein und schont durch seine Dichte die Naturflächen. Wegen der Fixierung der Gebäude um den zentralen Campusplatz wird das Hochschulareal als besonderer Ort in Lippstadt deutlich hervorgehoben. Durch die strategische Verteilung aller Hochschulnutzungen um den Platz ergibt sich ein belebter Ort des Flanierens und des Austausches. Als offenes Foyer des Campus definiert der Platz in besonderer Weise den Charakter der Hochschule.
Zentrum der neuen Fachhochschule ist der Campus! Insgesamt gruppieren sich vier Gebäude - Mensa- und Verwaltungsbau, Bibliotheks- und Hörsaalzentrum sowie zwei Institutsgebäude inklusive der Labore und Werkstätten - um diesen zentralen Platz und bilden eine Mitte, den Campus. Alle Gebäude öffnen sich über großzügige Foyers zum Campusplatz und erzeugen einen beziehungsreichen Ort mit fließenden Übergängen zwischen den Nutzungen und zwischen Innen und Außen.