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  • DE-24340 Eckernförde
  • Realisiertes Projekt

Vertical Village Hafenspitze


Projektbeschreibung:
Der seit vielen Jahren brachliegende Industrie- und Fischereihafen in Eckernförde wird derzeit revitalisiert und wegen der attraktiven Lage zur Innenstadt und Strand mit einer Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen bebaut.
Ein bestehendes Parkhaus am Rand der Hafenfläche der 70er Jahre war stark sanierungsbedürftig und musste schon wegen der trivialen äußeren Gestalt in die Bearbeitung des Quartiers einbezogen werden. Das Parkhaus sprengt in seinen Ausmaßen die Strukturen der Randbebauung der... +
Der seit vielen Jahren brachliegende Industrie- und Fischereihafen in Eckernförde wird derzeit revitalisiert und wegen der attraktiven Lage zur Innenstadt und Strand mit einer Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen bebaut.
Ein bestehendes Parkhaus am Rand der Hafenfläche der 70er Jahre war stark sanierungsbedürftig und musste schon wegen der trivialen äußeren Gestalt in die Bearbeitung des Quartiers einbezogen werden. Das Parkhaus sprengt in seinen Ausmaßen die Strukturen der Randbebauung der Altstadt.
Zur Integration des Parkhauses in das Quartier haben wir das Parkhaus erweitert mit folgenden Maßnahmen:

• Stadtwohnungen mit Tiefgarage, Gewerbe und Wohnen durch die Erweiterung des Parkhauses.
• Lofts in einem Teilbereich des Parkhauses als Umbau und Aufstockung, sowie zugehörige Carports und Garagen auf dem Dach des Parkhauses.
• Bungalows als Aufstockung des Parkhauses und auf einem Teilbereich des bestehenden Daches.
• Zusätzliche Garagenebene unterhalb der bisherigen Parkebenen durch Untergraben des Gebäudes und Bau einer Zwischendecke als zusätzliche Parkebene unterhalb des Parkhauses.
• Energiezentrale der Stadtwerke für das gesamte Quartier mit Kesselanlagen, einem Groß-BHKW, zwei Travos, einer Mittel- und Niederspannungsanlage und zwei jeweils 40m³ großen Wärmespeichern.

Die Herausforderung bestand darin die völlig unterschiedlichen Teilbereiche entwurflich und konstruktiv zu einem Ganzen zu entwickeln und das Projekt insgesamt zum Teil des Quartiers werden zu lassen.
Bei der Fassadengestaltung der vielfältigen Nutzungen haben wir unseren Anspruch umgesetzt, die jeweilige Nutzung ablesbar zu machen und dennoch ein homogenes, zusammengehöriges Bild zu entwerfen.

Die Stadtwohnungen mit Gewerbeflächen im Hochparterre und vorgelagerten Stellplätzen bzw. dahinter angeordneter Tiefgarage sind mit ihrer Fassadengestaltung zu den öffentlichen Flächen hin durch Farbgebung und Materialität und dem vertikalen Erschließungselement ablesbar.

Die zwei-geschossigen Lofts sind integriert im Parkdeck und sind lediglich durch eine Wand auf der Erschließungsebene getrennt vom Parkdeck. Die Südterrassen der oberen Geschosse sind eine 2m hohe Gartenwand von den Carports auf dem Freideck des Parkhauses getrennt.
Das allgegenwärtige Nebeneinander von Wohnen und Parken und die Einbeziehung von prägenden Bauelementen des Parkdecks in den Wohnungen schafft ein interessantes gestalterisches Spannungsfeld.
Der Dialog zwischen Wohnen und Parkhaus ist in der Fassadengestaltung horizontal geschichtet ablesbar durch die Parkhausfassade in den unteren Geschossen, die überlagert werden von den vertikal gegliederten Fassaden der Lofts. Die einzelnen Lofts sind mit ihren Loggien, Materialien und Farben individuell gestaltet.

Die Bungalows auf zwei Ebenen werden über Gartenwege mit Vorgärten, Schuppen und Gartenpforte von innen heraus auf dem Freideck erschlossen.
Durch Gliederung der Fassaden, Materialität und Farben sind die Bungalows auf dem Dach des Parkhauses jeweils leicht ablesbar und individuell unterschiedlich gestaltet.

Die Fassaden des Parkhauses waren vor dem Umbau intensiv begrünt worden; eine Kunstschieferfassade mit angedeutetem Dach auf der Südseite war ein eher misslungener Versuch, von Inhalt des Gebäudes abzulenken und die Nutzung zu kaschieren.
Die aktuelle Fassadengestaltung ist deutliche Abkehr zur Gestaltungsabsicht des Bestandsgebäudes. Vorhandene Parkebenen sind an allen Fassaden deutlich sichtbar. In der Sockelzone jeweils mit gelochtem Ziegelmauerwerk und darüber geschichtete Parkplatzebenen mit offenen Brüstungen und bunten Aluminiumlamellen. Der Geschossversatz der Rampen ist deutlich markiert durch eine Ziegelwand und ein darüber schräg angeordnetes Schutzdach. Die notwendige Fluchttreppe auf der Südfassade des Parkhauses verbindet Parkhaus und Bungalows miteinander und ist lediglich durch eine davor gestellte Streckmetall-Einhausung als verbindendes Fassadenelement zwischen Parkhaus und Bungalowebene wahrnehmbar.
Die Energiezentrale wurde im Inneren des Parkhauses durch Hinzunahme zweier Lichthöfe integriert und ist nur durch zwei große Wasserbehälter in Zylinderform in einem der Innenhöfe präsent.
Die untergrabene Parkebene ist möglich geworden, weil das Parkhaus auf 15m langen Rammpfählen gegründet wurde die einschließlich der Köcherfundamenten und Grundbalken freigelegt werden konnten. Diese Elemente sind in der neuen Ebene allgegenwärtig. Deutlich erkennbar und ebenfalls nutzbar ist die als "Tisch" eingestellte neue Zwischenebene die auf neuen Kleinbohrpfählen, die innerhalb des Parkhauses gebohrt werden mussten.
Für Parkebenen, Rampen, Stützen, Decken und Fassaden wurde eine aufwendige Betonsanierung durchgeführt.

Die komplexe und vielfältige Bauaufgabe war eine gestalterische, konstruktive und bauphysikalische Herausforderung die bewältigt werden musste.
Das Parkdeck und das Apartmenthouse sind integrale Bestandteile des Quartiers Hafenspitze und werden nach Fertigstellung des Quartiers Teil der Einheit in der Vielfalt der lebendigen und abwechslungsreich gestalteten Wohn- und Gewerbehäusern sein. -


  • Projektbeteiligte

    bewegen maximieren

  • Projektdaten

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    Baubeginn 05/2013
    Fertigstellung 05/2014
    Gebäudetyp Parkhäuser, Garagen, Parkplätze / Geschosswohnungsbau (Umbau / Umnutzung)
    Projektgröße
    Brutto-Grundfläche (BGF) in m² 11.680 m2
    Brutto-Rauminhalt (BRI) 31.700 m3
    Projektkosten
    Baukosten (gesamt) 6.000.000 EUR
    Projektadresse DE-24340 Eckernförde
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 14.10.2014
Zuletzt aktualisiert 28.06.2017
Projekt-ID 5-56308
Seitenaufrufe 378



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